Verwaltung präsentiert Lösungen für ein Weiterbestehen des Eishockeys in Kaufbeuren

Thema Eisstadion im Bauausschuss

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Noch bietet das Kaufbeurer Stadion eine Bühne für die Spiele der Joker. Aber was kommt nach 2017?

Kaufbeuren – Noch bis 2017 bietet das Eisstadion in Kaufbeuren eine Bühne für die "Joker" des ESVK. Doch was kommt danach? Im vergangenen Bauausschuss präsentierte die Verwaltung erste Lösungsvarianten. Große Hoffnungen ruhen zudem auf dem geplanten Gespräch mit Ministerpräsident Seehofer.

Die Stadtverwaltung hatte eindeutig mit mehr Besuchern gerechnet bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Weil das Thema „Eisstadion“ auf der Tagesordnung stand, war man vom Alten Sitzungssaal eigens in einen größeren Saal umgezogen. Doch die Zahl der Zuhörer hielt sich in Grenzen, als die Verwaltung den Mitgliedern des Bauausschusses fünf Varianten vorstellte, wie es ab 2017 mit dem Eishockey in Kaufbeuren weitergehen könnte.

Von den erarbeiteten Varianten beinhalteten zwei eine Generalsanierung mit oder ohne Erhalt der „Pylone“ (säulenartige tragende Bauteile) beinhalteten. Doch Aufwand und Kosten für die Lösungen lassen diese nach Auffassung der Verwaltung ausscheiden. Sie werden nicht weiter verfolgt. Der Bau einer Spiel- stätte auf einem benachbarten Grundstück des Jordanparks wiederum ist aufgrund einer klaren Absage des Landesamtes für Denkmalpflege und auf dem Gelände des Parkstadions wegen der Kosten für die Verlagerung des Stadions in Höhe von etwa fünf Millionen Euro nicht möglich. 

Mögliche Lösungen 

Übrig blieben zwei mögliche Lösungen: 1. Ein Neubau am alten Standort, wobei als Übergangslösung eine Traglufthalle an anderer Stelle für zwei Jahre errichtet werden könnte, oder 2. ein Neubau an beliebiger Stelle, beispielsweise in einem Gewerbegebiet. Für die Kostenermittlung dienten die Eisstadien in Wolfsburg, Weißwasser, Bietigheim und Bremerhaven als Muster – diese wurden in den Jahren 2006 bis 2013 fertiggestellt. Die Kosten auf Grundlage einer Arena für 2.600 Zuschauer schwanken nach den Worten von Baureferent Helge Carl in Abhängigkeit von der Fertigstellung in 2016 (neuer Standort) oder in 2018 (alter Standort) zwischen 21,04 und 24,62 Millionen Euro mit einer Genauigkeit von etwa 20 Prozent nach oben oder unten. 

Referatsleiter Markus Pferner stellte dann auch den weiteren Zeitplan für Entscheidungen vor: Im Verwaltungsausschuss am 13. Mai und im Stadtrat am 27. Mai werden Folgekosten, mögliche Rechtsformen und Voraussetzungen für ein Ratsbegehren vorgestellt. Am 3. Juni und 24. Juni müssen dieselben Gremien unter anderem über die Rechtsform und das anvisierte Ratsbegehren entscheiden. Letzteres müsste dann im Herbst stattfinden. 

Bürgermeister Gerhard Bucher (CSU) äußerte nach der Präsentation die Hoffnung auf Sponsoren, ähnlich wie beim Stadt- museum. Außerdem sei ein Gespräch mit Ministerpräsident Seehofer über mögliche Zuschüsse innerhalb der nächsten vier bis acht Wochen vorgesehen. Insgesamt signalisierten alle Fraktionen Unterstützung für einen Neubau („Wir brauchen auf jeden Fall ein Eisstadion“, Hans Häuser, KI), warnten jedoch vor einer Eskalation der Kosten („Was ist für die Stadt vertretbar“, Ernst Schönhaar, CSU). Bucher sieht die „Schmerzgrenze erreicht, wenn andere Vereine negativ betroffen sind“. Wolfgang Hawel (Grüne) schlug ein kommunales Unternehmen gemeinsam mit dem Landkreis vor. 

ESVK-Vorstand Andreas Settele führte aus, dass man im Durchschnitt 2.000 Besucher pro Spiel benötige, um den Verein finanzieren zu können. Die geplante Kapazität eines neuen Stadions für 2.600 Besucher reicht seiner Auffassung nach, auch mit Blick auf Spitzenspiele, nicht aus. Im anschließenden Gespräch mit dem Kreisboten eklärte er, er wünsche sich die Prüfung für eine Arena mit Plätzen für 4.000 Besucher.von Wolfgang Becker

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