Baugebiet nicht nur in Sulzschneid

Sulzschneid aus Richtung Südost: 2,2 Hektar umfasst der durch das Planungsbüro Sieber mit der Note 3,36 bewertete Bereich W2 im Südosten.

Schwierig sei es, in Sulzschneid einen Bauplatz zu einem erschwinglichen Peis zu bekommen, erklärte Kathrin Meyer vom Lindauer Stadtplanungsbüro Sieber anlässlich der jüngsten Sitzung des dortigen Bauausschusses. Die im Flächennutzungsplan ausgewiesenen Bereiche seinen wegen eines Naturdenkmals und eines Industriegebietes nur eingeschränkt nutzbar. Ihr Büro habe deshalb den Auftrag bekommen, Alternativen zu finden. Allerdings, so Meyer, sei die Verfügbarkeit der untersuchten Bereiche im Vorfeld nicht geprüft worden.

Es habe schon seit einiger Zeit Überlegungen gegeben, in Zusammenarbeit mit dem Ortssprecher Roland Müller ein Baugebiet zu entwickeln, erklärte Bürgermeister Werner Himmer bezüglich der Sitzung. Müller erläuterte die Situation und wies darauf hin dass es wichtig für den Ortsteil sei, dass die Sulzschneider auch Gelegenheit zum Bauen haben, um das gesellschaftliche Leben aufrecht zu erhalten. Ob es Tauschgrundstücke gebe, wenn der Ankauf schwierig sei, wollte Peter Fend (BP) wissen. Die Verfügbarkeit sei natürlich der entscheidende Punkt, grundsätzlich seien aber Tausch- möglichkeiten vorhanden, so Himmer. Clara Knestel (Grüne) wies darauf hin, dass Marktoberdorf auch im Stadtgebiet Baugrundstücke ausweisen müsse. Da die durch Sieber untersuchten Flächen doch sehr groß seien, müssten auch Teilflächen im Auge behalten werden bemerkte Axel Maaß und forderte: „Wenn Baugebiete, dann nicht nur in Sulzschneid!“ Genauere Untersuchung Meyer hatte vorher ausgeführt, dass zunächst untersucht worden war, welche Flächen überhaupt für eine Wohnbebauung in Frage kämen, in Folge seien dann insgesamt fünf Flächen (W1 bis W5) genauer untersucht worden. Die Flächenbewertung sei anhand eines Kriterienkataloges vorgenommen worden, der sowohl städtebauliche, wie auch landschaftsbezogene Merkmale berücksichtige. Auf einer Notenskala von eins bis vier hätten die näher betrachteten Flächen Bewertungen von 3,2 (W5 im Westen) bis 3,59 (W4 im Südwesten) erhalten. Ein Fragezeichen bilde bei allen fünf Flächen allerdings noch der Emissionsschutz, schränkte Meyer ihre Ausführungen ein.

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