Marktrat Obergünzburg:

Familien können bauen

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Der Flächennutzungsplan sieht zwar am westlichen Ortsrand von Ebersbach, südlich der Rottachstraße, keine Entwicklung vor, es bestehe aber Bedarf für etwa drei Wohnbauplätze, entlang und westlich des Badstubenfußwegs.

Obergünzburg – Einige kleinere Bauleitplanungen in Willofs und Ebersbach diskutierte der Marktrat am Dienstag und entschied dann einstimmig die vorgeschlagenen Änderungen, um dem Baubedarf ortsansässiger Familien zu entsprechen. Die Baumaßnahmen zum Breitbandausbau rund um Obergünzburg werden voraussichtlich im Juli beginnen und zunächst von Eglofs über Willofs führen.

Noch kurz vor der Sommerpause hat der Marktrat durch einige Beschlüsse Bauleitplanungen auf den Weg gebracht. In Urlaubsvertretung führte zweiter Bürgermeister Herbert Heisler die Sitzung. Der Stadtplaner Thomas Haag vom Büro Abtplan erläuterte die notwendigen Schritte.

In Willofs, östlich des Falkenwegs, ist ein Baugebiet geplant für die Errichtung von zwei Wohnhäusern und einer gewerblichen Halle für nichtstörendes Gewerbe. Das Gelände ist ausgewiesen als Mischgebiet Dorf, da sich im Norden ein aktiver Bauernhof befindet. „Das Umfeld ist dörflich geprägt, weshalb dort Schall- und Geruchsemissionen eher hingenommen werden“, so Haag. Allerdings werden Ausgleichsflächen notwendig sein, wenn nicht wie beabsichtigt der naturschutzfachliche Ausgleich als ortsgestaltend direkt im Plangebiet zu erbringen ist. Die Erweiterung sei eine organische Entwicklung für die ortsansässige Bevölkerung und werde als Ortsabrundung gesehen. Sowohl dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan, als auch dem Vorentwurf für das frühzeitige Verfahren stimmte der Marktrat einstimmig zu. Nach kurzer Diskussion wurde auch die Änderung des Flächennutzungsplanes ohne Gegenstimme beschlossen. Damit können nun die Öffentlichkeit durch Auslegung und die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange beteiligt werden.

Ähnliches ergibt sich für die Bauleitplanung in Ebersbach, südlich der Rottachstraße. Der Flächennutzungsplan sehe zwar am westlichen Ortsrand keine Entwicklung vor, es bestehe aber nun Bedarf für etwa drei Wohnbauplätze. Der Marktrat wolle damit dem örtlichen Bedarf ansässiger Familien zügig entsprechen. Auch hier sei das Umfeld dörflich geprägt und somit eine Umweltverträglichkeitsprüfung nicht notwendig. Die notwendigen Punkte wurden kurz diskutiert, die Beschlüsse einstimmig gefasst und die Verwaltung mit den nächsten Schritten beauftragt.

Der Badstubenfußweg in Ebersbach ist ein beschränkt öffentlicher Weg „nur für Fußgänger“. Über diesen Weg werden auch die Wohngebäude Hauptstraße 47 und Kirchgasse 4 erreicht. Damit nun die Eigentümer und deren Besucher die Zufahrten befahren dürfen, wurden die ersten 40 Meter ab der Einmündung in die Kirchgasse für den Anliegerverkehr der Eigentümer umgewidmet. Baulastträger ist der Markt Obergünzburg. „Es werden dazu keine baulichen Veränderungen vorgenommen“, betonte Geschäftsstellenleiter Matthias Rieser.

Der Badstubenfußweg in Ebersbach wurde nun vom reinen Fußweg bis zur Baumreihe auch für den Anliegerverkehr umgewidmet.

Zum Stand des Breitbandausbaus nahm der dritte Bürgermeister Reinhard Kiechle Stellung: „Derzeit laufen mit der Telekom und den Abteilungen der Gemeinden die Absprachen zur Koordinierung der Baumaßnahmen“. Der Baubeginn mit der Sicherung der Verteilerkästen werde im Juli dieses Jahres sein. Der Bau der ersten Leitungen werde von Eglofs über Willofs führen und in Richtung Reichholz, Ebersbach und Gfällmühle. Diese Maßnahmen seien konkret geplant, die restlichen würden folgen. Die Technik unterscheide die Verlegung von Glasfaserkabeln bis zum nächsten Verteiler (ohne Zusatzkosten) oder auf Wunsch bis ans Haus (Pauschale von 600 Euro). „Die Telekom wird in Kürze die in Frage kommenden Kunden anschreiben“, kündigte Kiechle an. Bei Rückfragen könne man sich an den Breitbandbeauftragten des Marktes oder an ihn selbst wenden.

von Wolfgang Krusche

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