Wanderausstellung zum Baupreis 2013 thematisiert städtische Bausubstanz

"Baukultur kein reiner Selbstzweck"

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Da strahlte die Sommersonne noch: Zur Eröffnung der Wanderausstellung „Baupreis 2013“ gab es regen Zulauf. Noch bis 30. August kann sie am Zollhäusle besichtigt werden.

Kaufbeuren – „Die Qualität der gebauten Umwelt für unseren täglichen Gebrauch zu steigern, dies ist das Hauptziel unserer Bemühungen. Denn Baukultur ist nicht reiner Selbstzweck“, so Franz Georg Schröck, der 1. Vorsitzende vom Architekturforum Allgäu anlässlich der Eröffnung der Wanderausstellung „Baupreis 2013“, die kürzlich in Kaufbeuren stattfand.

Bis zum 30. August werden vor dem Kaufbeurer „Zollhäuschen“ am Kemptener Tor am oberen Ende der Fußgängerzone vorbildliche Bauwerke und deren Bauherren ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Bürgermeister Gerhard Bucher, der im Beisein von Baureferent Helge Carl sowie weiteren Mitarbeitern des Baureferates und Gästen die Ausstellung "Baupreis 2013" eröffnete, wünschte sich in seiner kurzen Rede, dass die ausgestellten Objekte auf eine entsprechende Publikumsresonanz stoßen und dazu beitragen, dass „die wertvolle Bausubstanz aller Epochen in unserer Allgäuer Heimat erhalten bleibt“. In diesem Zusammenhang wies Bucher auch darauf hin, dass die Stadt Kaufbeuren stets darum bemüht sei, denkmalgeschützte Bausubstanz zu erhalten und dies in Punkto Stadtentwicklung als echte Herausforderung betrachte. 

Dabei müsse man aber auch bereit sein, Neues zuzulassen, wenn dies erforderlich sei. 

Wertvolle Denkanstöße 

Baureferent Helge Carl betonte, dass er bei seinem Amtsantritt im September 2013 froh darüber gewesen sei, in Kaufbeuren eine so intakte Infrastruktur vorgefunden zu haben. Er wünsche sich, dass die Architekten und Bauherren viel mehr in die Öffentlichkeit treten und speziell Themen wie Baukultur und städtebauliche Veränderungen dabei in breitere Bevölkerungsschichten getragen werden. Die Wanderausstellung „Baupreis 2013“ könne hier wertvolle Denkanstöße geben. Wie Franz Georg Schröck vom initiierenden Architekturforum Allgäu erklärte, wird alle vier Jahre ein derartiger Wettbewerb durchgeführt. 

Nach 2005 und 2009 wurden im Jahre 2013 insgesamt 102 Arbeiten eingereicht. Unter dem Vorsitz von Professor Tobias Wulff, Ministerialrat der Obersten Baubehörde München, wählte ein unabhängiges, überregionales Preisgericht die besten Entwürfe aus. Dabei gab es fünf Preise und weitere fünf Anerkennungen. Darüber hinaus kamen noch weitere 22 Arbeiten in die engere Wahl, sodass 32 Projekte in der aktuellen Freiluft-Ausstellung vor dem Zollhäuschen zu besichtigen sind. Kaufbeuren ist dabei die siebte Station dieser Wanderausstellung, die dann über Marktoberdorf und Dillingen auch über das Allgäu und den schwäbischen Raum hinaus, unter anderem in München, Halt machen wird. von Klaus-Dieter Körber

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