Passiert da was?

Baureferent berichtet über Stand von Bauprojekten in der Stadt

Rohbauten auf dem als Wohn-Quartier bezeichneten Areal in der Füssener Straße Kaufbeuren
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Schwarz umhüllt sind die beiden Rohbauten auf dem als Wohn-Quartier bezeichneten Areal in der Füssener Straße.
  • Martina Staudinger
    VonMartina Staudinger
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Kaufbeuren – Die Bahnhäuser an der Füssener Straße sind nicht die einzigen in die Jahre gekommenen, wenig ansehnlichen Gebäude in Kaufbeuren. Zu ihnen gesellen sich auch die Spittelmühle und der Stachus in unmittelbarer Nähe zur Altstadt sowie Gebäude auf dem Afraberg. All das soll eigentlich baulich ertüchtigt werden für Wohnungen beziehungsweise auch Gewerbe, doch liegen die Arbeiten derzeit augenscheinlich auf Eis. Und was ist eigentlich mit dem sogenannten Wohnquartier Füssener Straße? Der Kreisbote hat beim städtischen Baureferenten Helge Carl nachgefragt. 

Für die Restaurierung und Umfunktionierung der Spittelmühle legte der Investor noch immer kein Konzept vor.

Der Investor der Spittelmühle wollte der Stadtverwaltung eigentlich ein aktualisiertes Konzept vorlegen, es liege jedoch noch nicht in allen Teilen vor, so Carl. Wie berichtet, sollen neben Gewerbe und Gastronomie auch Wohneinheiten entstehen. Zu gegebener Zeit werden sich der Gestaltungsbeirat und anschließend auch der Stadtrat erneut mit dem Thema befassen.

Still steht es auch um die Revitalisierung des Bestandsgebäudes und des Anbaus des als Stachus bekannten ehemaligen Färberhauses an der Gutenbergstraße.

Noch nicht ganz vollständig sei auch der Bauantrag für die Revitalisierung des Bestandsgebäudes und des Anbaus des als Stachus bekannten leerstehenden ehemaligen Färberhauses an der Gutenbergstraße. Carl geht jedoch davon aus, dass die Bauherrschaft die fehlenden Unterlagen bald nachreichen wird. Vor einem Jahr ging man zumindest noch davon aus, dass im Sommer 2022 alles stehen und einzugsbereit sein soll.

Nicht viel Neues gibt es in Sachen Weiterentwicklung des Afrabergs. Investor Florian Biasi, Hauptgeschäftsführer der Panntum Projektentwicklungs GmbH in München, habe aber zumindest das Dach des Hauberrisserhauses in Teilen ausgebessert. Bisher seien sich Stadtverwaltung, Stadtrat und Investor nicht einig geworden über diverse Fristen. Momentan treibe Biasi die Entwicklung in Bezug auf eine Baurechtsschaffung nicht voran, so Carl.

Einer der schwarz umhüllten Rohbauten auf dem als Wohn-Quartier bezeichneten Areal in der Füssener Straße.

Weitgehend Stillstand herrscht auch schon seit geraumer Zeit auf dem 2,2 Hektar großen Gelände an der Füssener Straße, auf dem neun Mehrfamilienhäuser geplant sind. Zwei davon stehen seit über zwei Jahren, allerdings im Rohbau. Mittlerweile sind sie mit großen schwarzen Planen umspannt worden. „Wir würden uns wünschen, dass es weiter geht“, sagte Baureferent Carl. Die Maximus-Immobiliengruppe aus Bobingen, die das Gelände von der Kaufbeurer Immo-Holding im Jahr 2017 gekauft hatte, hat ihren Sitz laut Handelsregister nach Bietigheim-Bissingen verlegt. Eine aufgestellte Bautafel ist nackt.

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