Erstmal abwarten

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Das neue Asylbewerberheim in der Buchloer Robert-Bosch-Straße mit einer Kapazität von 88 Plätzen ist fast fertig.

Buchloe – Wie es mit der Zahl der Flüchtlinge und Asylbewerber in Buchloe weitergeht, vermag im Moment niemand zu sagen. Ralf Kinkel, stellvertretender Leiter des Bauamtes beim Landratsamt und Koordinator für die Unterbringung von Asylbewerbern, bestätigte gegenüber dem Kreisboten, dass der Landkreis einen vorläufigen Baustopp für neue Unterkünfte im gesamten Ostallgäu verhängt hat.

Der Baustopp betreffe aber nur geplante Bauvorhaben, betonte Kinkel. Asylbewerberheime, die bereits im Bau sind, werden schon wegen der vertraglichen Bindungen fertiggestellt. Das Gebäude in Buchloe in der Robert-Bosch-Straße gehört dazu, weil es fast vollendet ist. Es kann bei maximaler Auslastung 88 Personen Unterkunft bieten. Da der Flüchtlingsstrom derzeit komplett versiegt ist, wird ein Teil des Gebäudes vorübergehend unbesetzt bleiben. Zunächst werden nur die 29 Asylbewerber einziehen, die bisher in der Containeranlage im Industriegebiet gelebt haben, sagte Kinkel. 

Auch der Neubau in der Löwengrube wird nach Angaben des Landratsamtes fertiggestellt. Dort können maximal bis zu 58 Menschen untergebracht werden. Dieses Gebäude wird zunächst komplett leer stehen. 

Beide Gebäude wurden von privaten Investoren nach den Vorgaben des Landratsamtes errichtet und auch an das Landratsamt vermietet. Um die Planungssicherheit für die Investoren aber auch für die Behörden sicherzustellen, haben die Mietobjekte lange Vertragslaufzeiten bis zu zehn Jahren. Es gebe aber auch Mietobjekte mit kürzeren Vertragslaufzeiten von drei oder vier Jahren, betonte der stellvertretende Bauamtsleiter aus Marktoberdorf. 

„Wir wissen nicht, ob es sich bei den gesunkenen Flüchtlingszahlen um eine vorübergehende Flaute handelt oder ob schon in Kürze die Zahlen wieder steigen“, resümierte Ralf Kinkel gegenüber unsere Zeitung. Wie es weitergeht, könne niemand prognostizieren. Deshalb werde man sich spätestens bis Mitte des Jahres erneut mit allen Verantwortlichen an einen Tisch setzen und die weitere Vorgehensweise festlegen. 

Bis dahin ruhen auch die Überlegungen, in Waal auf dem Gelände der alten Schule eine Asylunterkunft zu bauen. Dort könnten rund 50 Menschen Unterkunft finden.

von Siegfried Spörer

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