Beitrag zur Hightech-Agenda Bayern

Bayern Innovativ und Bayerisches Wirtschaftsministerium tagen virtuell im TTZ Kaufbeuren

Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt
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Symbolfoto

Kaufbeuren – Der Freistaat Bayern verfolgt das ehrgeizige Ziel, seine Spitzenstellung als Industriestandort weltweit zu stärken und sogar noch auszubauen. Unter der Führung von Ministerpräsident Dr. Markus Söder (CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat Bayern schon vor der Corona-Pandemie die Hightech-Agenda beschlossen. Dort sollen insgesamt zwei Milliarden Euro in Zukunftstechnologien investiert werden. Wirtschaft und Wissenschaft sollen hier im Freistaat im neuen digitalen Zeitalter leistungsstark positionieren. Projekte soll es auch in Kaufbeuren geben.

Bernhard Pohl, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Bayerischen Landtag, hat sich bereits Ende 2019 mit seinem Landtagskollegen, dem ehemaligen Finanzstaatssekretär Johannes Hintersberger (CSU), auf den Weg gemacht und für den Raum Augsburg, aber auch für Kaufbeuren und das Allgäu die Idee einer Werkstatt für Künstliche Intelligenz (KI) entwickelt. Aus der KI-Werkstatt ist nun das KI-Produktionsnetzwerk Augsburg geworden, in dessen Rahmen Projekte in Kaufbeuren verankert werden.

Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert (Freie Wähler) zeigte sich laut Pohl sehr angetan von diesem Vorschlag. Er sehe sowohl im Raum Augsburg als auch im Allgäu und im benachbarten Oberbayern ein gewaltiges Potential: „Der Freistaat Bayern ist bereits ein weltweit herausragender Industriestandort und soll dies auch bleiben. Unser Ziel ist zum einen die Sicherung von Arbeitsplätzen, zum anderen die Lösung weltweiter Herausforderungen durch unser technisches Wissen, das insbesondere in der Industrie hier in Bayern im besonderen Maße vorhanden ist. Deshalb sind die Themen der Energieversorgung der Zukunft sowie moderne Antworten auf den Klimawandel und andere Herausforderungen gegeben.“ Weigert lobt dabei die Initiative seines Fraktionskollegen: „Bernhard Pohl ist es im Rahmen der Hightech-Agenda Plus gelungen, dass das Produktionsnetzwerk Augsburg als Projekt in die Förderliste des Freistaats aufgenommen wird. In diesem von ihm mitinitiierten und auf die Idee einer KI-Werkstatt zurückgehenden Vorhaben können sich Unternehmen aus ganz Bayern, insbesondere aber aus Schwaben und der Region Kaufbeuren beteiligen“.

Das Wirtschaftsministerium hat nun im Technologietransferzentrum Kaufbeuren (TTZ) die Förderaufrufe für sieben Zukunftsthemen im Bereich der Digitalisierung vorgestellt. Das Ministerium verfolgt damit das Ziel, die bayerische Wirtschaft international weiter wettbewerbsfähig aufzustellen.

Pohl, auf dessen Vorschlag die Auftaktveranstaltung für die Vorstellung der ZD.E Bayern in Kaufbeuren stattfand, freut sich über die rege Beteiligung. „Eigentlich hatten wir ja geplant, dass Staatssekretär Roland Weigert den Startschuss im Technologietransferzentrum Kaufbeuren persönlich gibt. Corona hat uns aber zum Umplanen gezwungen. An der nun virtuellen Veranstaltung aus dem TTZ Kaufbeuren haben sich aber über 750 Interessenten angemeldet. Das ist sensationell!“, zeigt sich der Landtagsabgeordnete erfreut.

Pohl dankt der Bayerischen Staatsregierung, allen voran Staatssekretär Roland Weigert, für die richtigen Weichenstellungen. „Die Hightech-Agenda Plus der Bayernkoalition aus CSU und Freien Wählern trägt maßgeblich zur Zukunftssicherung des Industriestandorts Bayern bei. Ich freue mich sehr, dass Kaufbeu­ren und das Allgäu hierbei eine wichtige Rolle spielen. Das ist insbesondere auch ein Kompliment an die hier ansässigen Unternehmen und die klugen Köpfe, die wir hier im Allgäu haben“, so Pohl. „Uns liegen die Wirtschaft und die Arbeitsplätze besonders am Herzen, wir legen aber auch die richtigen Schwerpunkte zur Lösung der Zukunftsthemen. Die Formel ,Verbot und Verzicht‘ bedroht unseren Wohlstand und schwächt die Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft. Das ist deshalb der falsche Weg. Richtig ist es, wenn wir unsere Ideen und Fertigkeiten noch weiterentwickeln. Wir verbinden so wirtschaftliche Interessen mit weltweiter Verantwortung. Das ist ein Politikansatz, den ich nur voll und ganz unterstützen kann. Wenn Kaufbeuren hier an vorderster Front mit dabei ist, empfinde ich das als eine besondere Auszeichnung für uns.“

Staatssekretär Weigert lädt die Unternehmen dazu ein, sich über die Fördermöglichkeiten zu informieren und zügig an den Projektträger ­VDIVDE zu stellen. Er verweist auf das besondere Potenzial der Technologieunternehmen aus Schwaben, das im Verbund mit Spitzenforschung bestmöglich zur Geltung gebracht werden kann. „Gerade im Bereich der Luft- und Raumfahrt haben wir im Raum Augsburg, im angrenzenden Oberbayern und im Allgäu ganz besondere Chancen. Für Kaufbeuren war es dabei natürlich sehr hilfreich, dass der Luftwaffenstandort dauerhaft erhalten bleibt. Die technologischen Synergien zwischen heimischer Wirtschaft und Bundeswehr sind für uns sehr wertvoll“, betont der Staatssekretär.

Weigert kündigt an, nach dem Ende der Corona-Pandemie möglichst zeitnah dem Technologietransferzentrum in Kaufbeu­ren einen Besuch abzustatten und das Thema auch den örtlichen Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft vorzustellen.

Weitere detaillierte Informationen gibt es unter www.bayern-innovativ.de.

kb

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