"Gesundes Unternehmen"

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Über das Silberzertifikat freuen sich: Martina Zollitsch-Essenwanger (v. li., Sportfachkraft der AOK), Barbara Fanderl (BR), Wilfried Trah (Werkleiter), Thomas Vetter (Personalleiter), Carina Weber (BGM-Koordinatorin), Michael Herr Wolf (stv. Direktor AOK), Gertrud Gellings (Betriebskrankenschwester), Thomas Salditt (Abteilungsleiter Arbeitsschutz).

Biessenhofen – Krummes Sitzen, Stress, ungesunde Ernährung – dies sind nur einige Faktoren, die die Gesundheit von Mitarbeitern erheblich beeinträchtigen können. Doch Unternehmen können etwas dagegen tun. Der AOK-Service „Gesunde Unternehmen“ unterstützt Betriebe, arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu identifizieren und abzubauen. Herausragende Leistungen der Unternehmen werden mit dem Zertifikat Bronze, Silber oder Gold belohnt. Über die Auszeichnung in Silber kann sich nun das Werk des Lebensmittelherstellers Nestlé am Standort Biessenhofen freuen.

Das betriebliche Engagement für mehr Gesundheit steigere die Mitarbeiterzufriedenheit, stärke das Gesundheitsbewusstsein und führe so zu mehr Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit. So hilft die AOK Bayern Unternehmen dabei, ein systematisches „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ (BGM) mit nachhaltigen Strukturen zu schaffen und Arbeitsprozesse gesünder zu gestalten.

Gemeinsam zum Erfolg

Die Produktionsstätte für Kinder- und Säuglingnahrung Nestlé arbeitet seit drei Jahren auf diesem Gebiet eng mit der AOK Direktion Kaufbeuren-Ostallgäu zusammen. Um das Thema Gesundheit in die Firmenkultur zu implementieren, ziehen bei Nestlé alle an einem Strang. Das Unternehmen und die Werkleitung stehen voll und ganz hinter dem systematischen BGM-Prozess im Unternehmen. So trifft sich der Arbeitskreis Gesundheit regelmäßig, um das Vorgehen im BGM zu steuern und Analysen und Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsplätze und der Gesundheit der Mitarbeiter zu planen. Ziel ist es, die physischen sowie psychischen Belastungen zu verringern, persönliche Ressourcen zu stärken und eine gesundheitsförderliche Arbeitsatmosphäre zu schaffen.

Daher wurden unter anderem in den vergangenen Jahren die Mitarbeiter einiger Abteilungen direkt am Arbeitsplatz von Martina Zollitsch, Dipl. Sportlehrerin und AOK Bewegungsfachkraft gecoacht. Schwerpunkte waren dabei, rückenfreundliches Arbeiten zu fördern sowie gesundheitsgerechte Bedingungen am Arbeitsplatz, in der Arbeitsumgebung und der Arbeitsorganisation umzusetzen. Zwei Wiederholungstermine der Einzelberatungen festigten das Beratungsergebnis.

Zudem bildete Zollitsch Mitarbeiter aus den einzelnen Abteilungen zu Multiplikatoren aus, damit sie als sogenannte Ergo­Scouts ihr erlerntes Wissen weitergeben. So soll die Nachhaltigkeit der Maßnahmen gewährleistet werden.

Auch beim jährlichen Gesundheitstag ist Ergonomie ein Schwerpunkt. Darüber hinaus werden an den Gesundheitstagen im Juli 2017 die Themenbereiche Ernährung und Vorsorge eine wichtige Rolle spielen. Die Einbindung der Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und fachlichen Experten ist für eine erfolgreiche Umsetzung der Gesundheitstage essentiell.

Geprüfte Qualität im BGM

Nestlé Biessenhofen kann mit Stolz auf die Früchte der intensiven Arbeit im BGM der letzten Jahre blicken. In einem eintägigen Audit der Zertifizierung „Gesundes Unternehmen“ wurde das BGM der Firma auf Herz und Nieren geprüft.

Das auf Dauer angelegte BGM-Projekt trägt zu Recht das Silber-Zertifikat. Neben Nestlé Biessenhofen gibt es bayernweit nur weitere elf Unternehmen, die zertifiziert sind.

Werkleiter Wilfried Trah dazu: „Die Grundlage für unser erfolgreiches Unternehmen sind gesunde, zufriedene und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Uns als Werk ist es daher besonders wichtig, sichere und gesunde Arbeitsplätze bereitzustellen und zu fördern. Unsere Fürsorgepflicht wird durch die Auszeichnung anerkannt und unterstützt unsere Attraktivität als Arbeitgeber in der Region.“

„Die Auszeichnung ist eine große Wertschätzung der von uns geleisteten Arbeit im Betrieblichen Gesundheitsmanagement. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei allen Mitgliedern im Steuerkreis Gesundheit für die gute Zusammenarbeit bedanken. Denn sie sind maßgeblich an dem Erfolg der Gesundheitsangebote beteiligt“, so Carina Weber (BGM-Koordinatorin).

„Seit zwanzig Jahren arbeiten Nestlé und AOK Bayern im Bereich betriebliches Gesundheitsmanagement erfolgreich zusammen. Unser gemeinsamer Weg ist von Beständigkeit, aber auch von innovativen Ideen gekennzeichnet. Zu der besonderen Auszeichnung gratuliere ich von Herzen“, sagt Michael Wolf, stellvertretender Direktor der AOK Kaufbeuren-Ostallgäu.

Im AOK-Direktionsbereich Kaufbeuren-Ostallgäu nutzen jährlich rund sechzig Unternehmen den Service für betriebliche Gesundheitsförderung. „Bayernweit waren es im vergangenen Jahr erstmals über 3.000 Betriebe“, erläutert AOK-Koordinatorin Angelika Fischer. Die AOK Bayern begleite fast ein Viertel aller Projekte zur betrieblichen Gesundheitsförderung in Deutschland. Diese Zusammenarbeit stärke wortwörtlich Unternehmen den Rücken.

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