Freie Wähler-Veranstaltung

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zu Gast in Kaufbeuren

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Kreis-Vorsitzende der FW Ostallgäu Susen Knabner (v. li.), Bernadette Glückmann und Landtagsabgeordneter Bernhard Pohl bedankten sich für den Besuch des stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger mit einem kleinen Präsent.

Kaufbeuren – Als Freunde des Mittelstands und „vernünftige Partei für normale Menschen“ stellte der stellvertretende Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger am Donnerstag bei seinem Besuch in Kaufbeuren das Profil der Freien Wähler (FW) vor. Im Rahmen einer FW-Veranstaltung sprach er vor der überschaubaren Menschenmenge, die sich in der Kälte am Obstmarkt eingefunden hatte, gemeinsam mit seinen Parteikollegen über Ziele und einen politischen Kurswechsel.

„Kaufbeuren kann mehr“, teilte Bernadette Glückmann als Anwärterin auf den Chefsessel im Rathaus ihre Überzeugung mit dem Publikum. Viel könne und müsse sich in Kaufbeuren bewegen, und dazu brauche es frische Ideen und Kreativität ebenso wie „neuen Mut und Hartnäckigkeit“ bei der Umsetzung, „und das geht nur gemeinsam“. Als Ziele nannte sie unter anderem die Belebung der Altstadt und die Neugestaltung des Bahnhofs. Darüber hinaus sprach sich Glückmann für bezahlbaren Wohnraum aus; die Mieten dürften nicht „in unerträglichem Maß“ steigen. Auch in puncto Stadtmarketing sah Glückmann Handlungsbedarf: Kaufbeuren müsse stärkere Präsenz zeigen, denn „wir haben mehr zu bieten, sind mehr als ‚die Stadt im Allgäu‘“.

Veränderungen im Hinblick auf die Zusammenarbeit auf politischer Ebene wünschte sich Susen Knabner als Kreis-Vorsitzende der FW im Ostallgäu: Man treffe zwar gemeinsam Entscheidungen, es gebe aber „kein Miteinander“. Auch Freie-Wähler-Stadtrat Richard Drexl sprach von der Gestaltung eines neuen Stadtrats mit verbesserter Kommunikation, in dem unterschiedliche Ansichten „auf demokratische Weise“ gehört werden.

„Keine Angst“ vor Anliegen der Bürger

Dass die FW das Motto „unabhängig, sachbezogen, bürgernah“ verkörpere, betonte Landtagsabgeordneter und Stadtrat Bernhard Pohl in seiner Ansprache. Als Partei, die nicht „von Ideologien getragen“ wird, habe diese einen unverstellten Blick und ein offenes Ohr für den Bürger. Davor, dass die Menschen mit ihren Anliegen an ihn herantreten, habe Pohl insofern „keine Angst“.

Partei der Mitte

Eine engere Zusammenarbeit zwischen jungen Menschen und der älteren Generation wünschte sich Hubert Aiwanger. Er begrüßte die politische Teilhabe junger Leute, übte aber gleichzeitig Kritik an einem „Jugendwahn“, der das Mitspracherecht der Älteren außen vor lasse. Es solle „keine Kämpfe zwischen jung und alt oder arm und reich“ geben. Auf der Agenda des Wirtschaftsministers steht auch die Bekämpfung der Altersarmut; dazu sei eine gerechte Besteuerung der Renten nötig. Als weitere Ziele nannte er eine bessere Qualität in der Ausbildung und das Voranbringen der Energiewende. Außerdem müsse man verstärkt auf heimische Ware setzen und mehr regionale Produkte in den Gasthäusern anbieten. Kurze Wege seien überdies „der beste Umweltschutz“. Laut Aiwanger sei die FW-Partei „keine Schickimicki-Partei“. „Wir gehen raus zu den Menschen und setzen uns für einen Zusammenhalt in der Bevölkerung ein. Denn wir wollen eine Politik, die die Menschen zusammenführt – auch über Parteigrenzen hinweg“, so Aiwanger.

von Mahi Kola

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