Ein Ort der Begegnung

Mayr Antriebstechnik eröffnet neues Kommunikationszentrum

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Das neue Kommunikationszentrum mayr.com ist eröffnet.

Mauerstetten – „Ich freue mich auf diesen Tag und bin ehrlich gesagt stolz auf das, was wir hier gebaut haben“, sagte Ferdinand Mayr, Enkel von Seniorchef Fritz Mayr sowie Gesellschafter und Mitglied der Geschäftsführung beim Unternehmen Mayr in Mauerstetten, anlässlich der Eröffnung des neuen Kommunikationszentrums mayr.com. Zukünftig befindet sich hier das neue repräsentative Zentrum des Unternehmens.

Dort werden Geschäftspartner und Gäste empfangen sowie Tagungen, Seminare und kulturelle Veranstaltungen abgehalten. „Mit dem mayr.com schaffen wir einen Ort der Begegnung, einen Ort der direkten Kommunikation von Mensch zu Mensch, im Gegensatz zur heute immer anonymer werdenden Kommunikation über das Internet und Social Media“, so Seniorchef Fritz Mayr in seiner Ansprache.

Ferdinand Mayr konnte zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, der Familie sowie Vertreter aus den weltweiten Niederlassungen des Unternehmens begrüßen. Er verwies darauf, dass sich das Familienunternehmen in der fünften Generation befindet und bezeichnete sich als „Repräsentant der jungen Generation der Geschäftsführung“. Stabilität und Sicherheit für Gestaltungsräume, welche Denken und Kreativität ermöglichen, sind nach seinen Worten wesentliche Grundlagen der Geschäftsphilosophie. Bei einem Familienunternehmen seien die Elemente Familie, Eigentum und Unternehmensfunktion in einer oder mehreren Personen vereint. So könne man im Gegensatz zu einem Aktienunternehmen gestalten, sich einbringen und mit jedem einzelnen Mitarbeiter sprechen. Stabilität werde als wichtiges Gut in der Strategie der Firma verankert und bedeute auch Wertegewinn. Nur so ließen sich Zukunftsvisionen und -investitionen generationsübergreifend umsetzen. „Wir sitzen in einer unserer Zukunftsinvestitionen und schaffen Gestaltungsraum für die Gestaltung unserer Kommunikation“, so das Mitglied der Geschäftsführung. „Dieses Gebäude repräsentiert einen wesentlichen Teil der Zukunft unseres Unternehmens.“

„Kommunikation ist Leben“

Seniorchef Fritz Mayr, der 1956 nach seinem Studium in die Firma eintrat und diese 1965 von seinem Vater übernommen hat, formte schließlich aus einem Handwerksbetrieb mit 20 Mitarbeitern ein Weltunternehmen mit 1200 Beschäftigten. 2014 entstand nach seinen Worten die Idee für ein Kommunikationsgebäude. „Ich wollte aber keinen Industriebau, sondern ein Gebäude, das sich in die Allgäuer Landschaft einfügt, gleich einem runden Tisch“, erläuterte der Senior. Der Name „Kommunikationszentrum“ sei bewusst gewählt, in Abgrenzung zu einem „Technologie- oder Schulungszentrum“. Es gehe um die Wertschätzung der persönlichen, direkten Kommunikation. Denn Kommunikation erzeuge Stabilität und schaffe Vertrauen. Mit Plattformen im Internet sehe man sich nicht, man kenne sich nicht. „Wir stehen in enger Beziehung zu unserer Umgebung, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Menschen in der Region. Auch diese Integration der Firma Mayr in die Umgebung soll mit dem neuen Gebäude zum Ausdruck kommen. Wir wollen Verbindungen festigen und neue Verbindungen schaffen“, so der Inhaber und endete mit einem Wunsch: „Kommunikation ist Leben. Heute ist der erste Tag in diesem Zentrum. Hauchen wir diesem Zentrum das Leben der Kommunikation ein.“

Symbolischer Akt: Mit einem gemeinsamen Scherenschnitt eröffneten Fritz Mayr und Enkel Ferdinand offiziell das Kommunikationszentrum mayr.com.

„Ein Meilenstein“

„Für mich ist dies ein besonderer Tag“, so Günther Klingler, Geschäftsführer und seit 38 Jahren im Unternehmen tätig. Es sei erstmalig beim Ausbau des Unternehmens nicht in Maschinen und Anlagen investiert worden, sondern quasi in „Software“ wie Bildung, Kundenorientierung und Kommunikation: „Das ist ein Highlight, ein Meilenstein.“ Er ging in seiner Ansprache auf die über 120-jährige „großartige Entwicklung“ des Unternehmens ein und stellte fest, dass wohl „Einiges richtig gemacht worden“ sei. Klingler hob Stabilität, Zuverlässigkeit, Innovation und Kontinuität als Säulen des Unternehmens hervor, welches mittels Mühlen aus Holz zur Übertragung von Wasserkraft als Energieform entstanden war. Das Unternehmen habe zwei Weltkriege, eine Inflation und eine Währungsreform überstanden und sei mittlerweile fest im Allgäu verwurzelt. Die Globalisierung bleibe zwar eine gewaltige Herausforderung, doch man habe sich noch nie „ausgeruht“. „Die Erfolgsgeschichte kann so fortgeschrieben werden“, schloss der Geschäftsführer.

„Mehr Sein als Schein“

Moderatorin Katrin Vogt interviewte in einer locker geführten Gesprächsrunde MdL Angelika Schorer, Landrätin Maria Rita Zinnecker, Bürgermeister Armin Holderried und Dr. Martin Riehl als Architekt und Gewinner des Wettbewerbs für das mayr.com sowie Ferdinand Mayr. Zinnecker zeigte sich „stolz auf das Unternehmen im Ostallgäu“, welches sie zu den „Top 10“ rechne. Schorer war begeistert von der Familie Fritz Mayr, welche mit Innovation und Weitblick ihr familiengeführtes Unternehmen betreibe. Holderried bezeichnete das Unternehmen als wichtigen Arbeitgeber und stabilen Partner, der global agiere. Nun sei ein neues, von der B12 aus erkennbares Wahrzeichen entstanden. Riehl bekannte, anfangs weniger von einem runden Gebäude angetan gewesen zu sein, was sich aber bald geändert habe. Mit dem Tunnel unter der Erde und dem „Satellit“ als Anschluss an die Produktionshallen sei zudem „mehr Sein als Schein“ entstanden. Ferdinand Mayr betonte, mit dem Gebäude sei ein „hervorragendes Ergebnis mit zum Großteil lokalen Handwerkern“ entstanden.

Grußworte

Als Vertreter aller acht weltweiten Niederlassungen bedankte sich Yu Wang von Mayr Power Transmission Co. Ltd aus Zhangjiagang in China für die jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Mayr. Auch Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) mit Sitz in Frankfurt, ging in seinem Grußwort unter anderem auf das Standortbekenntnis und das mit unternehmerischer Weitsicht geführte Unternehmen ein. Das Quartett Camerata Bavarese mit Sigi Schwab, Klaus Hampl, Tommi Müller und Andreas Keller umrahmte die Veranstaltung mit „musikalischer Kommunikation“ in perfekter Art und Weise.

von Wolfgang Becker

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