Begrenzter Rückbau der Schwellen in der Kaufbeurer Edelweißstraße

Kein eindeutiges Votum

+
Drei solcher Schwellen in der Edelweißstraße werden bleiben.

Kaufbeuren – Nach intensiver Diskussion entschied sich der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung für den begrenzten Rückbau der Bremsschwellen in der Edelweißstraße. Diese waren vor 25 Jahren als Hindernisse zur Begrenzung der Geschwindigkeit eingebaut worden. Dort ist die Geschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde begrenzt. Ein Teil der Anwohner möchte die Hindernisse behalten, ein anderer Teil hätte sie gerne entfernt, wie die eingegangenen Stellungnahmen in der Abteilung Tiefbau zeigten. Ein klares Votum ergab sich aber nicht.

In der Bürgerversammlung in Hirschzell Ende September war der Wunsch nach Entfernung der Fahrbahnschwellen geäußert worden. Zudem lag der Antrag von Stadtrat Ernst Limmer (CSU) vor, dass sich der Bauausschuss mit diesem Thema befassen solle. Auf der rund 550 Meter langen Straße sind neun sogenannte Fahrbahn- oder Bremsschwellen vorhanden. Die Verwaltung hatte zunächst drei Varianten vorgestellt und diese in der Sitzung dann noch um eine weitere ergänzt. Diese reichten von einer völligen Entfernung über den Verbleib aller Schwellen bis zu einer teilweisen Entfernung von sechs Bremsschwellen. Ergänzt wurde dies durch den Vorschlag, bei einer Erneuerung des Hauptkanals in einigen Jahren eine neue Lösung herbeizuführen.

Ulrike Seifert (BN90/Die Grünen) brachte ihre Befürchtungen zum Ausdruck, dass sich bei Rückbau die Geschwindigkeit in der Straße erhöhe und das ein Sicherheitsrisiko für Kinder und ältere Menschen darstelle. Zudem werde es lauter. Dr. Thomas Jahn (CSU) sah die Einbeziehung der Anwohner als wichtig. Aus seiner Sicht hätten sich die Schwellen jedoch nicht bewährt; er führte hier beispielsweise die Einsätze von Rettungsfahrzeugen an. Er konnte sich vorstellen, bis zu einer Erneuerung des Kanals zu warten. Dies sahen auch Ottmar Maier (FW) und Johannes Espermüller (FDP) so. Robert Klauer (KI) sagte, dass die Schwellen die technisch schlechteste Lösung seien und sich nicht bewährt hätten. Es gebe solche Schwellen neben der Edelweißstraße nur noch in der Barbarossastraße. Fraktionskollege Hans Häußer ergänzte, dass aus Sicht des Bauhofes auch der Schneepflugeinsatz eine Erschwernis bedeute. Oberbürgermeister Stefan Bosse stellte klar, dass der Blick auf die ganze Stadt gerichtet werden müsse und man keinen exklusiven Schutz gewähren könne. Er bezeichnete es als „interessant“, dass von 44 Stellungnahmen jeweils die Hälfte sich für und gegen den Verbleib ausgesprochen habe. Der Ausschuss stimmte mehrheitlich für den Verbleib von drei Schwellen am Anfang und Ende der Straße sowie einer Schwelle in der Mitte. Für den Rückbau der restlichen Schwellen entstehen Kosten von rund 7.000 Euro.

von Wolfgang Becker

Auch interessant

Meistgelesen

Ehepaar beschuldigt Marktoberdorfer Landwirt der Gewaltanwendung gegen Sohn – Bauer widerspricht
Ehepaar beschuldigt Marktoberdorfer Landwirt der Gewaltanwendung gegen Sohn – Bauer widerspricht
Bestattungen in Kaufbeuren werden teurer
Bestattungen in Kaufbeuren werden teurer
28-jähriger Mann aus Buchloe vermisst
28-jähriger Mann aus Buchloe vermisst
Keine Stille Nacht allein unterm Baum
Keine Stille Nacht allein unterm Baum

Kommentare