Mit Beistand von oben

Gut gelaunt und begeistert dabei: Akteure beim Tänzelfest 2011. Foto: Krumm

Das älteste historische Kinderfest Bayerns lockte in den vergangenen Tagen wieder zahlreiche Besucher in die Kaufbeurer Innenstadt. Nach der Eröffnung am Donnerstag und historischem Treiben beim Lagerleben am Freitag und Samstag war der Höhepunkt für die 1.600 teilnehmenden Kinder der große Umzug am Sonntag und Montag. Das Wetter spielte weitestgehend mit. Nur am Sonntag regnete es, weshalb der Zug nur eine kleine Runde durchlief. Die Eröffnung wurde kurzerhand vom Tanzrondell am Tänzelfestplatz ins Eisstadion verlegt.

Tänzelfestvereins-Vorstand Horst Lauerwald putzte im Vorfeld sogar alle Sitze im Eisstadion persönlich, um es den Besuchern trotz wetterbedingten Umzugs möglichst schön zu machen. Das gelang allen Beteiligten bei der stimmungsvollen Eröffnung. Beim Gottesdienst baten Pfarrer Rehle und Pfarrer Grötzner um Glück und Gelingen für das Fest, um ungetrübte Freude und Begeisterung, aber auch um Verstand beim Feiern. Die diesjährige Schirmherrin des Fests, Sr. M. Regina Winter, Generaloberin des Crescentia-Klosters, freute sich über das Tänzelfest-Motto 2011: Gemeinsam mit dem Kloster feiert man zehn Jahre Heilige Crescentia und 750 Jahre Crescentia-Kloster Kaufbeuren, unter anderem mit einem neuen Wagen beim Umzug. So war dann auch die Legende der Gründung des Klosters durch Anna vom Hof Inhalt der Eröffnungs-Aufführung. Auch Oberbürgermeister Stefan Bosse zeigte sich stolz auf das Kloster in seiner Stadt und eröffnete gemeinsam mit den Schwabeliesl-Kindern das Tänzelfest 2011. Zu den Klängen von „Freude schöner Götterfunken“ und dem Kaufbeurer Heimatlied brannte dann inmitten eines Herzes aus Kindern ein Herz aus Flammen. Mit viel Herz startete also das historische Fest. Das Lagerleben war „friedlich wie noch nie“, resümierte Tänzelfestvorstand Ulrich Wiedemann. Die zwei Tage mit gutem Wetter hätten gut getan, nachdem die letzten Jahre eher verregnet waren. So kamen viele Leute zum 22. historischen Lagerleben in die Kaufbeurer Innenstadt und auch die Lagerbetreiber waren zufrieden. Einzige Schattenseite blieben betrunkene Jugendliche, vor allem am Brennpunkt im Rosental, wo aber die Polizei verstärkt Präsenz zeigte. War Petrus den Tänzelfestlern Freitag und Samstag noch wohlgesonnen, machte er am Sonntag dem Umzug einen Strich durch die Rechnung. Kaum waren die Kinder losgelaufen, fing es an zu regnen. Lauerwald entschied, den Zug in verkürzter Form durchzuziehen, ein zweiter Durchlauf entfiel – zum Wohle der Kinder. Auch die Tänze im Rondell am Tänzelfestplatz mussten abgesagt werden. Die Entschädigung folgte aber auf dem Fuße, denn der Montag entsprach den Idealvorstellungen der Tänzelfestchefs, wie sie im Programmheft angekündigt hatten: Blau-weißer Himmel, ein lindes Lüftchen, maximal 24 Grad Celsius. Kaufbeurens Fürbitterin „da oben“, die Heilige Crescentia, hat die Kinder wohl erhöht und damit vielen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Elke Gailhofer, die dritte im Bunde des Tänzelfestvorstands, begleitete die Schwabeliesl beim Umzug und beim Tanzen und zeigte sich rundum glücklich mit dem Verlauf: „Es war stressfrei, die Kinder waren hochmotiviert – selbst gestern beim Regen wären sie am liebsten weitergelaufen.“ Besonders am Montag waren viele Zuschauer gekommen. Das Tänzelfest dauert noch bis 25. Juli 2011.

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