Beliebt bei Heiratswilligen

Der historische Trauungssaal im Alten Rathaus ist bei Heiratswilligen sehr beliebt. Foto: Stadt Kaufbeuren

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KAI LORENZ; Kaufbeuren – Heiraten scheint in Kaufbeuren wieder salonfähig zu werden. Immerhin gaben sich im vergangenen Jahr 272 heiratswillige Paare das Jawort beim Standesamt Kaufbeuren. Laut der Behörde ist das der höchste Stand seit 1994 mit 304 Eheschließungen. Der Grund: Vor allem auswärtige Paare sehen in Kaufbeuren zusehens einen attraktiven Ort, den Bund fürs Leben zu schließen. Ihre Zahl stieg um rund 50 Prozent auf nunmehr 69 Paare. „Kaufbeuren hat sich somit nicht nur zum Familienziel, sondern definitiv auch zum Heiratsziel entwickelt, was nicht nur an den seit 2006 angebotenen Candle-Light-Trauungen liegt, sondern auch an dem historischen Trauungssaal im Alten Rathaus“, erklärt der Leiter des Standesamtes Mathias Müller. Für Kirchen nicht so erfreulich ist indes der Trend, dass ihnen immer mehr Menschen den Rücken kehren. Das Standesamt verzeichnete im vergangenen Jahr 268 Austritte. Davon entfallen auf die römisch-katholische Kirche 190. Auffällig ist, dass die Austritte vor allem in den Monaten März bis Juli stattgefunden haben. Jene Zeit, als die Missbrauchsfälle in kirchlichen Einrichtungen sowie die öffentliche Diskussion um den Augsburger Bischof Walter Mixa hoch kochten. Die Zahl der Sterbefälle die im Standesamt beurkundet werden hat im Vergleich zu 2009 (739 Fälle) leicht zugenommen. Im vergangenen Jahr starben in der Wertachstadt 792 Menschen. Davon waren 600 Verstorbene über 70 Jahre alt. Darüber hinaus blieb die Zahl der verstorbenen Kaufbeurer Bürger mit 556 nahezu konstant (Vorjahr 555). Mit Blick auf die Geburten haben im vergangenen Jahr 865 (davon 433 Mädchen) Kinder das Licht der Welt erblickt (Vorjahr 869 Geburten). Allerdings stieg der Anteil der in Kaufbeuren beurkundeten Geburten aus dem Landkreis Ostallgäu um 25 Prozent auf 175 Kinder. Leicht gesunken ist die Einwohnerzahl. Mit stand zum 31. Dezember 2010 verzeichnete das Standesamt 43199 Bürger, rund 125 weniger als noch im Januar 2010. Die beliebtesten Mädchennamen waren 2010 im Übrigen Maria, Marie und Sophie. Bei den Buben standen Maximilian, Leon und Elias hoch im Kurs.

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