Benefizdinner zugunsten der Marktoberdorfer Pfingstfestivals

Einen Blick hinter die Kulissen konnten die Gäste des Benefizdinners zugunsten der Marktoberdorfer Pfingstfestivals werfen. Mitten auf der Bühne des MODEONs Marktoberdorf wurde im kleinen Rahmen ein exquisites Menü serviert. Zwischen den Gängen gab es multimediale Rück- und Ausblicke zum Internationalen Kammerchor-Wettbewerb Marktoberdorf und dem Festival Musica Sacra International. 286 Ensembles aus 57 Ländern der Erde machten die letzten 19 Jahre Marktoberdorf über die Pfingsttage zu einem internationalen musikalischen Treffpunkt.

Geladen hatte der Förderverein Internationaler Chorbegegnungen im Allgäu e. V., dessen Vorsitzender Markus Ferber die Gäste, darunter den stellvertretenden Landrat Hubert Endhardt, Bürgermeister Werner Himmer und Altbürgermeister Franz Schmid herzlich begrüßte. Der Europaparlamentsabgeordnete ist seit Jahren zusammen mit Manfred Kreisle, Vorstand der Sparkasse Allgäu, für den Förderverein aktiv. „Ohne die Unterstützung des Vereins gäbe es uns schon nicht mehr.“, bedankte sich Dolf Rabus, der Leiter der Festivals für deren Engagement. Doch Claudia Bestler, ebenfalls Vorstandsmitglied im Förderverein, warnte: „Die Schere zwischen Spendeneinnahmen und der nötigen Unterstützung der Festivals klafft immer weiter auseinander. Wir können maximal noch ein Pfingstfestival unterstützen.“ Deshalb sei es umso wichtiger, dass sich Sponsoren aus dem Firmenbereich und Spender für den Erhalt der musikalischen Großereignisse in Marktoberdorf einsetzen. Eine neue Möglichkeit sei z. B. die sogenannte Fördermitgliedschaft: Damit kann man den Verein regelmäßig unterstützen, ist aber von jeglicher Vereinsarbeit wie Mitgliederversammlungen und ähnlichem entbunden. Diese Option nutzte gleich Marktoberdorfs Altbürgermeister Franz Schmid und wurde von Markus Ferber als erstes Fördermitglied offiziell willkommen geheißen. Dolf Rabus und Brigitte Riskowski, Geschäftsführerin der Festivals, gaben bereitwillig Einblick in die Organisation der Festivals und warteten mit interessanten Statistiken und Zahlen auf. „Jeder Euro der in die Kultur investiert wird, versiebenfacht sich.“ zitierte Rabus einen Kulturforscher. „Das Geld kommt zurück und fließt auf vielen verschiedenen Wegen in die Wirtschaft.“ So erreichten die Pfingstfestivals seit ihrer Gründung 1989 bis heute 150.000 Besucher in der Region und der Name Marktoberdorfs wird in alle Welt getragen. Und doch scheint es, als würde es für die Festivals in eine Sackgasse laufen. Seit Jahren stagnierende Staatszuschüsse und steigende Kosten zwingen die Organisatoren die Festivals immer weiter zu verkleinern. „Jetzt sind wir soweit, dass es kleiner nicht mehr geht.“, resümiert Rabus. Der Kammerchor-Wettbewerb 2009 sei noch gesichert, das Festival Musica Sacra International 2010 kann unter den gegebenen Umständen nicht mehr durchgeführt werden. Spontan sicherte Hubert Endhardt den Festivals seine volle Unterstützung auf Kreisebene zu und auch Bürgermeister Himmer betonte, dass ihm die internationale Bedeutung der Festivals und die daraus entstehende Reputation für Marktoberdorf und der Region sehr wohl bewusst sei. Am Ende war allen klar: Die Marktoberdorfer dürfen ihre internationalen Pfingstfestivals nicht verlieren. ar Weitere Informationen zum Förderverein im Internet unter www.modfestivals.org oder telefonisch unter 08342 899420.

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