Gegenbesuch aus Gablonz a. N. zum Benefizkonzert von Albin Wirbel 

Benefizkonzert in St. Dominikus

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Jirina Dvoraková Marešová (Orgel) und Jan Ždanský (Cello) in St. Dominikus.

Kaufbeuren – Im Rahmen der Feiern zum zehnjährigen Bestehen der Städtepartnerschaft Kaufbeuren-Gablonz a. N. war am letzten April-Wochenende eine gemischte Gruppe im „Bunten Bus“ aus Gablonz angereist. Das Programm reichte vom Volkstanzabend mit dem Kaufbeurer Trachtenverein am Freitagabend über Stadtführungen in Kaufbeuren und Neugablonz und eine Crescentia-Messe in St. Martin bis hin zum Jubiläumskonzert „30 Jahre Freundschaft mit Mlada Dechovká“ der Musikvereinigung Neugablonz am Sonntagnachmittag (siehe Artikel Seite 7). Einer der Programm-Höhepunkte war das Benefizkonzert für Orgel und Violoncello am Samstagabend in St. Dominikus, dessen Spendeneinnahmen für die Orgelsanierung in der Herz-Jesu-Kirche Gablonz a. N. gedacht sind.

Im September 2018 hatte der Neugablonzer Kirchenmusiker Albin Wirbel auf Veranlassung des Städtepartnerschaftsvereins in der Gablonzer St. Anna-Kirche das erste Benefizkonzert zugunsten dieser Orgelsanierung gegeben. Die von den Kommunisten ausgeräumte Anna-Kirche war nach dem Krieg lange leer gestanden. Vor einigen Jahren hat man den Innenraum von Grund auf saniert. Inzwischen wird sie – wie St. Dominikus in Kaufbeuren – für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

An diesem Wochenende nun fand mit Jirina Dvoraková Marešová am Orgelpositiv und Jan Ždanský am Cello in St. Dominikus das schon 2018 angedachte Gegenkonzert statt. Die beiden international gefragten Künstler und Musikdozenten gaben abwechselnd gemeinsam und solo Werke von Bach, Pachelbel, Vivaldi und Mozart zum Besten. An den Anfang hatten sie das „Praeambulum in C“ von Jirí Ignác Linek gestellt. Schließlich improvisierte Jirina Dvoraková, die unter anderem an der Karls-Universität in Prag Improvisation unterrichtet, über zwei von Hugo Jurisch vertonte Gebete und als Zugabe noch über Eichendorfs „Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt“.

Albin Wirbel hatte – diesmal in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Fördervereins St. Dominikus – die Gäste, darunter auch Pfarrer Thomas Hagen von der Herz-Jesu-Kirche in Neugablonz, im „vermutlich ältesten Steingebäude Kaufbeurens“ begrüßt. Bei der Sanierung nach dem Ersten Weltkrieg hatte man St. Dominikus zur Erinnerungsstätte für Kaufbeurens Gefallene gestaltet. Heute dient auch diese kleine Kirche als christlich-kultureller Veranstaltungsraum für Lesungen und Konzerte.

von Ingrid Zasche

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