Tolle Bands aber wenig Zuschauer beim Benefiz-Konzert

Statement ungehört verklungen

Kaufbeuren – Schlichtweg beeindruckend war die Dimension des Benefizkonzerts, wel- ches Stephan Schmidt („Doc Fetzer“) innerhalb weniger Monate zugunsten der Angehörigen des Todesopfers auf dem Kaufbeurer „Tänzelfest“ auf die Beine gestellt hatte.

16 überwiegend regionale Künstler und Bands standen am vergangenen Samstag auf der Bühne, um ein Zeichen gegen rechtsradikale Gewalt zu setzen und Spenden zu sammeln. Unter dem Motto „Kaufbeuren ruckt zsamma“ fand am vergangenen Samstag in der Zep- pelinhalle das von Musiker Stephan Schmidt – in der lokalen Musikszene bekannt unter dem Künstlernamen „Doc Fetzer“ – organisierte Benefizkonzert statt. Anlass war der dramatische Vorfall im Sommer dieses Jahres, als auf dem Tänzelfest-Rummel ein Unbeteiligter zwischen die Fronten einer Schlägerei geriet und an den Folgen seiner Verletzungen starb. Der 34-jährige Spätaussiedler hinterließ eine Frau und zwei kleine Kinder. Die „vermutlich rechtsradikal motivierte Tat“, habe Schmidt veranlasst, „etwas zu unternehmen“. Mit dem Erlös des Konzertes sollte die Familie des Verstorbenen finanziell unterstützt werden. Doch die erhofften zahlreichen Gäste blieben leider aus und folglich auch der Erlös aus den Einnahmen, der an die Angehörigen des Opfers fließen sollte. „Ein Zeichen der Solidarität“ wollte Schmidt mit dieser Aktion setzen; zeigen, dass „Kaufbeuren zusammenrückt“, um die Familie des Getöteten zu unterstützen. Die Interpreten gaben für die vereinzelten Zuhörer dennoch ihr Bestes und setzten durch ihre Auftritte ein klares Statement gegen „Rechtsextremismus und Gewalt“ – ein Statement, das bei den Kaufbeurer Bürgern weitgehend ungehört verklungen ist. Lesen Sie einen ausführlichen Bericht in der kommenden Wochenendausgabe.

Von Sabrina Hartmann

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