Neue Gebäude, höhere Kosten

Bericht zur Sicherheit und Energieverbrauch der städtischen Gebäude in Marktoberdorf

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Von oben: das Modeon in Marktoberdorf. Viermal jährlich ist ein Sicherheitsbegang erforderlich – eine Auflage der Versammlungsstättenverordnung.

Marktoberdorf – 73 öffentliche Gebäude, dazu noch 50 Häuser, Wohnungen und Betriebe (zum Beispiel der Bauhof) hat Marktoberdorf, die größte Stadt im Ostallgäu, zu unterhalten. Berichtet wurde, wie es da um den Werterhalt und um die Sicherheit, aber auch um den Energieverbrauch steht.

Über den Sachstand informierte Richard Siegert vom Gebäudemanagement. Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell machte eingangs klar: „Wir wollen keinen Immobilienstau“.

„Die Kosten werden steigen“, gab Gebäudemanager Siegert zum Schluss seines Berichtes eine Prognose ab. Er bezifferte den Mehrbedarf für die städtischen Immobilien auf 200.000 Euro im Jahr. Die gesamten Ausgaben für das Gebäudemanagement betragen – auf das Jahr 2018 bezogen – 3,6 Millionen Euro, so der Gebäudemanager. Davon entfallen 1,6 Millionen Euro auf den Energieverbrauch.

Einsparungen erzielen

„Durch effizientes Gebäude- und Energiemanagement können Einsparungen erzielt werden.“ Das betonte Siegert, als er im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaft umfassend die Aufgaben seines Ressorts, das im Rathaus der Bauverwaltung angegliedert ist, darstellte.

Der Neubau von zusätzlichen Gebäuden sei wirtschaftlich zu prüfen. Jede neue Liegenschaft bringe zusätzliche laufende Kosten, gab Siegert zu bedenken. Zuvor listete er auf, welche Gebäude seit dem Jahr 2010 im Bestand der Stadt Marktoberdorf dazu gekommen sind. Neu sind die Kinderkrippe Sonnenschein, die Kinderkrippe Pusteblume, das im Herbst 2018 eröffnete Familienzentrum St. Magnus, der Kinderhort Thalhofen, die Mehrzweckhalle in Geisenried, der Anbau bei der Mehrzweckhalle in Sulzschneid, das Dorfgemeinschaftshaus in Hattenhofen sowie das Feuerwehrhaus Leuterschach mit dem Vereinestadel.

Siegert ging ebenfalls darauf ein, was heuer saniert worden ist. Dabei nannte er das Rathaus (Fassade, Bücherei, Elektrotechnik), das Modeon (Trinkwasser, Sanitär, Notbeleuchtung), die Peter-Dörfler-Kindertagesstätte (Brandschutz, Schallschutz, Sanitär), die Adalbert-Stifter-Grundschule und die Grundschule Leuterschach. Ebenso verwies er auf Arbeiten an der Grundschule Thalhofen (Brandschutz), im Hallenbad, im Feuerwehrhaus Thalhofen und im Feuerwehrhaus Marktoberdorf. Hinzu kämen kleine Instandsetzungen in weiteren Liegenschaften.

40 Reinigungskräfte

Zu den Mitarbeitern im Gebäudemanagement gehören drei Vollzeit- und vier Teilzeitstellen in der Verwaltung und 16 Haustechniker. 40 Reinigungskräfte, vorwiegend in Teilzeit beschäftigt, sorgen für die Sauberkeit.

Groß ist die Bandbreite der Anlagen, die regelmäßig kontrolliert werden müssen. Allein an der Mittelschule gilt es circa 1100 Geräte zu prüfen. Ein ganz anderer, aber elementarer Bereich sind die 35 Großanlagen in der Trinkwasserversorgung der Stadt, die regelmäßig beprobt werden müssen.

Im Veranstaltungszentrum Modeon verlangt die Versammlungsstättenverordnung (VStättV) inzwischen einen viermaligen Sicherheitsbegang innerhalb eines Jahres. In allen anderen Gebäuden ist dies einmal im Jahr erforderlich. Vereinzelt kommt es auch vor, dass manche Räume anders genutzt werden, wie es ursprünglich für das Gebäude genehmigt worden sei, fügte Siegert hinzu.

Um 700.00 Euro gestiegen

Im Vergleich zu 2013 sei in den letzten fünf Jahren der Aufwand im Gebäudeunterhalt um 700.000 Euro gestiegen. Davon entfallen 170.000 Euro auf die neuen Gebäude. Das bedeutet Mehrkosten von 25 Prozent, rechnete Siegert vor.

Stadtrat Andreas Grieser (CSU) sprach das Thema der Provisorien an. Dazu erklärte Ralf Baur vom Stadtbauamt, Ziel sei es immer, Provisorien „zeitnah in Dauerlösungen umzusetzen“. Die Stadt dürfe nur in begründeten Einzelfällen Geld für Übergangslösungen ausgeben, sagte Baur.

jj

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