MdL Bernhard Pohl zeigt sich verwundert über Franz Pschierers Äußerungen

"Drei Wünsche für den Franz…"

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Franz Josef Pschierer

Kaufbeuren – Mit großer Verwunderung hat kürzlich der Landtagsabgeordnete der Freien Wähler Bernhard Pohl auf die Äußerungen von Staatssekretär Franz Josef Pschierer (CSU) reagiert. Dieser hatte sich zur Gestaltung des Kaufbeurer Bahnhofs exklusiv in einer Tageszeitung erklärt.

Pschierer wünscht sich dabei insbesondere auch, dass das künftige Polizeigebäude dort mit integriert wird. Dumm nur, dass sowohl Oberbürgermeister Stefan Bosse als auch Pohl bereits 2013 unabhängig voneinander die Idee hatten, die Polizei dort anzusiedeln (der Kreisbote berichtete mehrfach). 

Wirklich Neues hatte Pschierer mit seiner Idee nicht verkündet, so Pohl: „Es laufen auch bereits Gespräche mit der Bahn“, was unter anderem durch ein Schreiben der Stadt Kaufbeuren an ihn vom 16. Oktober 2014 belegt werde. In einem humorigen „Brief an das Christkind“ zeigt jetzt wiederum Pohl, was er vom Vorstoß Pschierers hält. Darin bringt Pohl zum Ausdruck, dass es ihn freue, dass nun auch Pschierer von einem „Polizeigebäude am Bahnhof träumt“, was „wir Kaufbeurer uns schon lange wünschen und wofür ich mir auch schon seit vielen Jahren die Hacken ablaufe“. 

Nachdem aber nun „der Chef vom Franz, der Horst Seehofer, im Frühjahr angedeutet hat, dass er vielleicht auch einen Neubau möchte, darf es der Franz nun auch wollen. Er ist also jetzt auch für ein neues Polizeigebäude, und zwar am Bahnhof“, schreibt der FW-Landtagsabgeordnete. Das freue Pohl wiederum, „denn es war ja die Idee von mir und dem Kaufbeurer Oberbürgermeister.“ 

Aber: „Leider hat der Franz nicht gemerkt, dass schon seit vielen Monaten mit der Bahn verhandelt wird. Er hat also sozusagen ein bisschen zu spät geträumt“. 

Aus diesem Grund wünscht sich Pohl vom Christkind für Pschierer drei Dinge, die es ihm, Pohl, „ganz bestimmt erfüllen” soll: 

1. „Gib dem Franz doch ein paar eigene Ideen für Kaufbeuren, damit er nicht die meinen immer nachträumen muss.“ 

2. „Gib dem Franz die Einsicht, gute Vorschläge von anderen, insbesondere natürlich den Freien Wählern, zu unterstützen, anstatt sie zunächst zu bekämpfen und dann zu einem späteren Zeitpunkt als eigene Ideen zu verkaufen.“ 

3. „Gib dem Franz doch meine Telefonnummer, falls er sie verlegt oder verloren hat, und sag ihm, dass er mich von Zeit zu Zeit anrufen und gemeinsam mit mir die Interessen Kaufbeurens, des Ostallgäus und des Unterallgäus vertreten soll. Der Wähler hat uns nämlich beide gewählt und auf seinen Wahlzettel nicht beim Franz ,Regierung’ und bei mir ,Opposition’ draufgeschrieben.“ 

„Wärest Du so gut und würdest das machen? Ich glaube, damit würdest Du vielen Menschen eine Freude bereiten. Und der Franz müsste nicht nur träumen, sondern könnte gemeinsam mit mir und den anderen politisch Tätigen in der Stadt auch das eine oder andere Projekt umsetzen. Das wünsche ich mir von Dir!“, so Pohl abschließend in seinem Brief ans Christkind. von Kai Lorenz

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