Beschlossene Sache

733 000 Euro investiert die Stadt Marktoberdorf in den Kindergarten in Geisenried. Das beschloss der Stadtrat.

Den Löwenanteil macht dabei die energetische Sanierung aus. Denn, was damals zu Beginn der Planung noch nicht klar war: Vor dem Anbringen einer Solaranlage muss noch das gesamte Dach saniert werden. Dieses sei nicht mehr einhundert Prozent wasserdicht, gab Stadtbaumeister Münsch zu bedenken. Am Dachstuhl sehe man, dass Wasser eindringt. Insgesamt schlägt allein die Dachsanierung mit zusätzlichen 24 500 Euro zu Buche. „Ich persönlich bin dafür“, sagte Markus Singer (CSU) in der Sitzung. Schließlich werde ja ein Großteil der energetischen Sanierung durch Zuschüsse aus dem Konjunkturpaket II des Bundes gefördert (mit insgesamt 250000 Euro). Die Solaranlage und ein kontrolliertes Be- und Entlüftungssystem mit Wärmerückgewinnung senken laut Münsch den Energieverbrauch des Kindergartens künftig um 16 Prozent. Weitere Baumaßnahmen sollen das Gebäude barrierefrei machen. Dazu gehört ein überdachter Parkplatz vor dem Kindergarten. Hitzige Diskussionen löste der Vorschlag des Bauamtes aus, die Kellerräume des Kindergartens umzugestalten, um diese für Proben von Musikkapelle oder Theatergruppe zu nutzen. Das Problem dabei: Durch die notwendige Dämmung und einen eingezogenen Träger würde die Raumhöhe im Keller (derzeit 2,7 Meter) um bis zu 40 Zentimeter reduziert. Ein so niedriger Raum sei für die Musikkapelle ungeeignet, meinte Peter Grotz (FW) und er könne diesem Vorhaben nicht zustimmen. Dieser Meinung waren auch einige andere Stadträte. Sie sprachen sich dafür aus, die Musikkapelle in der geplanten Mehrzweckhalle unterzubringen. Bürgermeister Werner Himmer wandte ein, dass es viele Vereine und Zusammenschlüsse gebe, die nicht so viel Platz brauchen. Für diese seien die Räume ausreichend und für diese gelte es sie auch im Zuge der Sanierung zu optimieren. Letztendlich stimmten nur fünf von 23 Stadträten gegen die Kellersanierung. Der Bau der Solaranlage und die damit verbundene Dachsanierung wurden mit 13 zu 10 Stimmen beschlossen; gegen die kontrollierte Be- und Entlüftung waren sieben der Stadträte. Alle anderen Baumaßnahmen wurden einstimmig beschlossen. Die Bauarbeiten beginnen laut Münsch aber nicht vor Mitte April oder Anfang Mai nächsten Jahres. Vorher gebe es keine Ausweichmöglichkeiten für die Kinder.

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