Beschluss zur Anschaffung des 390.000 Euro teuren LF 20 für die Marktoberdorfer Feuerwehr

Löschfahrzeug für die Marktoberdorfer Wehr

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Das „Innenleben“ des HLF, das 2017 in Dienst genommen und im September gesegnet und vorgestellt wurde. Ein weiteres Löschfahrzeug wird 2019 an die Marktoberdorfer Wehr ausgeliefert.

Marktoberdorf – Nur zwei Monate, nachdem ein Einsatzleitwagen und das Hilfeleistungslöschfahrzeug (kurz HLF) für die Marktoberdorfer Feuerwehr den kirchlichen Segen erhalten hatten, ist ein weiterer wichtiger Beschluss gefasst worden, was die weitere technische Ausstattung betrifft. Diese Entscheidung ist die Grundlage dafür, dass 2019 ein Löschfahrzeug (LF 20) ausgeliefert wird.

Dabei handelt es sich um den Ersatz für ein 27 Jahre altes Tanklöschfahrzeug. Finanziell bedeutet das Ausgaben von 390.000 Euro. Ein geringer Anteil davon wird bereits 2018 im Etat eingeplant, weil im selben Jahr das Fahrgestell gebaut wird. Aufbau und Ausrüstung fallen in das Jahr 2019, wie Kämmerer Wolfgang Guggenmos erläuterte. Die Stadt bekommt 100.000 Euro Zuschuss seitens der Regierung von Schwaben und 85.000 Euro vom Landkreis Ostallgäu.

Kommandant Rasso Rehle schilderte, dass am bisherigen Löschfahrzeug schon ein Schaden an der Pumpe festzustellen war. Ersatzteile seien wegen des Alters nicht beziehungsweise nur noch schwierig zu bekommen. Zum neuen LF 20 sagte Rehle, es sei innerhalb des Fuhrparks der Feuerwehr das zweitwichtigste Fahrzeug und werde wohl innerhalb von zwei bis drei Jahrzehnten zu 1500 bis 2000 Einsätzen ausrücken.

Im Stadtrat sprach sich Georg Martin (Grüne) dafür aus, den Gesamtbetrag von 390.000 Euro komplett 2019 aufzunehmen und nicht auf zwei Haushaltsjahre zu verteilen. Darauf antwortete Kämmerer Guggenmos, das Fahrgestell werde bereits 2018 geliefert. Andreas Grieser (CSU) kommentierte zu Georg Martins Vorstoß, „planwirtschaftliche Ansätze“ seien da nicht zielführend.

Peter Grotz (Freie Wähler), Vorstand bei der Feuerwehr in Geisenried, gab zu dem Thema zu bedenken, dass die Anschaffung des LF 20 wegen des Alters des bisherigen Löschfahrzeugs unbedingt erforderlich sei. Erich Nieberle (SPD) vertrat die Ansicht, dass ein genauer Blick auf die Investitionen für die Markt­oberdorfer Wehren angezeigt sei; das vom Stadtrat beschlossene Fahrzeugkonzept für die Stützpunkt-Feuerwehr und für die Ortsteil-Wehren sei immerhin auf einen Zeitraum von zehn Jahren ausgelegt.

jj

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