Ein besonders Flair

Die Böllerschützen der Feuerschützen Obergünzburg geben lautstark das Startsignal zum Neujahrsempfang 2011 Foto: Bauer

Ein besonderes Anliegen für Bürgermeister Lars Leveringhaus (CSU) war es sicherlich, das „Wir-Gefühl“ in der Marktgemeinde zu stärken. Zum Neujahrsempfang am Sonntag waren deshalb nicht nur alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sie waren es auch, deren bürgerschaftliches Engagement bei der Neujahrsansprache des Bürgermeisters im Mittelpunkt stand. Musikalisch begleitet durch das Jugendblasorchester Obergünzburg, wurde das Gemeindeleben 2011 bei schönem Wetter durch die Böllerschüsse der Feuerschützen eingeleitet.

Mit Skepsis blickte Leverinhaus noch vor zwölf Monaten an gleicher Stelle auf das Jahr 2010. Doch rückblickend, so resümierte er, seien alle mit einem blauen Auge davon gekommen. Ohne die ursprünglich geplante Neuverschuldung habe die Marktgemeinde nahezu alles verwirklicht, was auf der Agenda stand. Zu verdanken war diese positive Entwicklung einer höheren Einkommensteuerbeteiligung, höheren Gewerbesteuereinnahmen und einem in dieser Anzahl nicht zu erwartenden Verkauf von Baugrundstücken. Bezogen auf das neue Jahr wollte der Bürgermeister sich nicht auf Wahrsagerei einlassen, er halte es vielmehr mit Mark Twain, von dem das Zitat „Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen“ stammt. Gleichwohl gelte es, gemeinsam, mit viel Elan und frischen Ideen die Heimat auch im Jahr 2011 weiter zu entwickeln. Neben vielen bereits geplanten Vorhaben gelte es auch die Rösslewiese neu zu gestalten. Einem an dieser Stelle deutlich vernehmbaren Raunen der Zuhörer war die öffentliche Präsenz dieses Themas bei den Obergünzburgern zu entnehmen. Gemeinsames Zupacken, bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement, dies seinen die Voraussetzungen, um die Marktgemeinde nicht auf ein Dienstleistungsunternehmen zu reduzieren, es gelte die aktive Bürgergesellschaft als die Antwort auf die beginnende Distanzierung von Bürger zum Staat zu begreifen, führte Leveringhaus weiter aus. Auch Angelika Schorer (CSU), die als stellvertretende Landrätin die Grüße des Kreistages überbrachte, hob die Bedeutung des Bürgerengagements hervor. Sie lobte dabei das besondere Flair, das von der Marktgemeinde ausgehe. Dass das Zupacken von Bevölkerung und Wirtschaft im gesamten Landkreis selbstverständlich sei, machte sie auch am Chancenindex 2010 der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) fest. Bei ihren bundesweit angestellten Untersuchungen liege dar Landkreis Ostallgäu ganz vorne auf Platz zwölf. Dass das Leben in der Gemeinde Obergünzburg eine große Schnittmenge mit dem Leben der Kirchengemeiden habe, betonte Pfarrer Friedrich Martin, der zusammen mit Pfarrer Walter Böhmer das Segensgebet für das neue Jahr sprach.

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