Besser zusammen?

Klinikum Kaufbeuren kooperiert möglicherweise bald mit Klinikum Memmingen

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Kooperiert das Klinikum Kaufbeuren möglicherweise bald mit dem Klinikum Memmingen? Die Beteiligten zeigen sich jedenfalls offen gegenüber der Idee.

Kaufbeuren/Memmingen – Das Klinikum Memmingen und das Klinikum Kaufbeuren bald vereint? Wenn es nach den Abgeordneten Stephan Stracke und Klaus Holetschek geht, ja. Welche Vorteile sich die beiden versprechen.

„Die Krankenhauslandschaft ist deutschlandweit in Bewegung. Gerade die kleineren Häuser der Grundversorgung haben es oftmals schwer, sich wirtschaftlich zu behaupten“, erklären die Politiker.

„Vor dem Hintergrund der Veränderungen in der Kliniklandschaft in Schwaben macht es aus unserer Sicht absolut Sinn, in größeren Einheiten zu denken.“ Das Klinikum Memmingen und das Klinikum Kauf­beuren seien beide Schwerpunktversorger und würden bereits jetzt hervorragende medizinische und pflegerische Leistungen anbieten. Eine Kooperation zwischen diesen beiden Häusern könnte große Vorteile für die Versorgungsqualität in der Region haben.

Eines der Kooperationsfelder, könnte aus Sicht der Abgeordneten die Digitalisierung sein. Beide Häuser verfügen bereits über die gleiche IT-Infrastruktur. Dies sei ein unschätzbarer Vorteil, wenn es zum Beispiel um die elektronische Patientenakte oder auch die effiziente papierfreie Dokumentation und Abrechnung geht. Weitere Felder wären aus Sicht der Abgeordneten mittelfristig der Einkauf von Dienstleistungen im Rahmen von Vergaben und der Austausch von Spezialisten.

Doch was hält man eigentlich bei den Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren von dem Vorschlag der Politiker? Vorstand Andreas Fischer zeigt sich dem Kreisbote gegenüber offen für das Thema. Man habe schon ein erstes Gespräch mit MdB Stracke geführt. „Wir werden uns bemühen, eine Kooperation mit Memmingen aufzubauen.“ Wie genau die dann aussehen wird und welche Vorteile sich daraus ergeben, dazu konnte Fischer nichts sagen. Es sei noch zu früh, da die Gespräche mit Memmingen ja noch nicht stattgefunden hätten.

Fischer erzählt allerdings, dass mit anderen Kliniken in dieser Hinsicht nichts geplant sei. Doch auch ohne Kooperation sei man im regen Austausch.

Das Klinikunternehmen sei für Gespräche mit anderen Klinikstandorten im Allgäu offen, „soweit diese aus unternehmerischer Sicht sinnvoll sind und eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Bürgerinnen und Bürger bringen“, sagt auch Landrätin Maria Rita Zinnecker in ihrer Funktion als Verwaltungsratsvorsitzende der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren. „Wir alle sollten das Ziel haben, sinnvolle Synergien zu nutzen, um den Häusern und Patienten und damit der Gesundheitsregion Allgäu einen Mehrwert zu verschaffen.“

Eine engere Zusammenarbeit zwischen Kaufbeuren und Memmingen scheint demnach alles andere als ausgeschlossen. Und der Vorschlag der Politiker, sich mit beiden Klinikunternehmern an einen runden Tisch zu setzten, wird wohl in den nächsten Wochen umgesetzt werden. Stracke wird‘s freuen. Er ist sich sicher: „Sie sind als Einzelunternehmen heute bereits sehr gut, in Kooperation wären sie unschlagbar.“

von Stephanie Novy

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