Rauchzeichen bei der Feuerwehr

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Im Fokus der Diskussion: Der derzeitige Standort der Feuerwehr Mauerstetten.

Mauerstetten – Es war ein denkbar knappes Ergebnis bei der ersten Sitzung des neuen Jahres im Mauerstettener Gemeinderat. Mit sieben zu sechs Stimmen wurde nach längerer Diskussion entschieden, die in die Jahre gekommene und von der Aufsichtsbehörde kritisierte Feuerwache einer Bestandsaufnahme unterziehen zu lassen. In zwei anderen Punkten gab es kein Pardon: Mit klaren Mehrheiten lehnten die Ratsmitglieder zwei Zuschussanträge des Sportvereins aus formalen Gründen ab.

Wie Bürgermeister Armin Holderried eingangs der Diskussion erläuterte, besteht aus seiner Sicht Handlungsbedarf hinsichtlich der Infrastruktur bei der Freiwilligen Feuerwehr in Mauerstetten und Frankenried. Die Defizite seien durch den Kreisbrandrat im Herbst vergangenen Jahres bei einer Ortsbegehung festgestellt worden. Es gehe zunächst um eine solide Prüfung in Form einer Bestandsaufnahme und der Ermittlung möglicher Varianten mit Kosten, die als Maßnahmen infrage kämen. Ob eine Sanierung oder ein Neubau zukunftsweisende Lösungen böten, könne erst dann – auch unter Betrachtung möglicher Zuschüsse – entschieden werden. Er gab zu bedenken, den Startschuss dieser Pflichtaufgabe nicht weiter nach hinten zu schieben, da eine solche Studie ebenfalls Zeit bis etwa zum Herbst benötige. Wenn eine Entscheidung bis zum Frühjahr 2018 vorliege, könne erst dann mit der Planung begonnen werden.

Pro und Kontra

Steffen Schneeweiß sprach sich aus zeitlichen Erwägungen für den Start zu einer Studie aus, was auch Johanna Harder so sah. Schneeweiß zitierte zudem aus dem Inspektionsbericht des Kreisbrandrates, dass „die Dinge ins Laufen gebracht werden sollten“. Gemeinderat und Kommandant Günter Ziegler stellte fest, dass die Problematik schon länger existiere und sah den Beginn persönlich als „dringend notwendig“ an. Für ihn sei es wichtig, dass bei der Studie Kosten, Nutzen und Nachhaltigkeit einfließen. Innerhalb der Wehr gebe es eine klare Präferenz für einen Neubau.

Manfred Höbel wünschte sich ein Zeitfenster bis zum Herbst, da „die Sporthalle dann durch ist“. So könne man eins nach dem anderen abarbeiten. Dem hielt Holderried entgegen, dass die Sporthalle den Gemeinderat noch bestimmt zwei Jahre beschäftigen werde. Peter Niederthanner befürwortete eine „ordentliche Analyse“, wollte aber ebenfalls noch abwarten. Aus seiner Sicht liefe es wohl eher auf einen Neubau hinaus. Martin Vater hegte Befürchtungen, dass die ehrenamtliche Arbeit des Gemeinderates angesichts parallel laufender Großprojekte zeitlich ausufern würde.

Keine Zuschüsse

Für die Wartung und Instandsetzung des Spindelmähers mit Kosten in Höhe von rund 3.500 Euro hatte der Sportverein Mauerstetten einen Zuschuss beantragt.

Da die Rechnung aber von März des vergangenen Jahres stammte, lehnte der Rat mehrheitlich aus formalen Gründen einen Zuschuss ab. Gleiches galt im Übrigen auch für die Neuanschaffung von Sportmatten in der Vereinshalle, deren Rechnung vom Juli vergangenen Jahres stammte.

von Wolfgang Becker

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