Bestattungsdienst Marktoberdorf GmbH übernimmt Bestattungen Herbein

Es bleibt (fast) alles beim Alten

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Alfred und Annelies Herbein übergaben am 1. Januar dieses Jahres ihr Bestattungsunternehmen an Katrin Huber (links), Geschäftsführerin vom Bestattungsdienst Marktoberdorf GmbH. Alle Mitarbeiter sowie der Standort wurden übernommen.

Marktoberdorf – Bestattungen Herbein aus Marktoberdorf ist eines der ältesten Bestattungsunternehmen in der Region. Anna Herbein, die erste Schreinermeisterin Bayerns, legte 1917 mit der Herstellung von Särgen den Grundstein für den heutigen Betrieb. Erst Ende der 1960er Jahre sollte aus der Herstellung von Särgen mehr werden.

Es entstand „Bestattungen Herbein“, das neben der Schreinerei und dem Möbelhaus ein drittes Standbein von Alois Herbein wurde. Jetzt wurde das Bestattungsunternehmen aufgekauft. Seit dem 1. Januar 2018 gehört „Bestattungen Herbein“ nun dem Bestattungsdienst Markt­oberdorf GmbH. Geschäftsführerin ist Katrin Huber aus Lechaschau in Tirol, die seit einigen Jahren im Bestattungswesen tätig ist.

„Wir haben jemanden gesucht der aus der Branche kommt und die Thematik versteht“, so Alfred Herbein, der gemeinsam mit seiner Frau Annelies das Bestattungsunternehmen von seiner Mutter Gertrud 2004 übernahm. Mit dem Bestattungsdienst Marktoberdorf GmbH fand das Unternehmerehepaar einen zuverlässigen Nachfolger, der nicht nur die Wertevorstellungen erfüllt, sondern auch die Mitarbeiter übernahm. „Für uns ist es ein großer Gewinn, dass die Mitarbeiter bei uns bleiben. Sie kennen sich aus, sie haben Erfahrung und vor allem die Stabilität, diesen Beruf, der nicht immer einfach ist, mit so viel Empathie zu erfüllen“, erklärt Katrin Huber die Übernahme. „Es werden lediglich ein paar Schönheitsmaßnahmen in den Räumlichkeiten vorgenommen, ansonsten bleibt alles wie gehabt, wie zum Beispiel der Service, die Öffnungszeiten, die Adresse und auch die Telefonnummer“, so Katrin Huber.

Auch der Ausstellungsraum mit den Kreuzen, Särgen und Urnen bleibt im Haus erhalten. „Neu ist, dass wir die Sterbeanzeigen sowie die Sterbebilder nach den Wünschen der Kunden im Haus anfertigen können. Die Angehörigen werden in allen Belangen was den Sterbefall anbetrifft von uns betreut und unterstützt, sozusagen von A bis Z“, versichert die Geschäftsführerin. Für Alfred und Annelies Herbein bleiben die Erinnerungen an früher, als Oma Anna die Särge im Hof schwarz anmalte und der Bauer Osterried die Pferde vor der Leichenkutsche mit den weißen Vorhängen spannte. „Alles hat seine Zeit“, so der Schreinermeister und Innenarchitekt. „Jetzt ist es an der Zeit ins Gebirge zu gehen und unsere Freizeit zu genießen.“

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