Polizei gibt Warnschüsse ab

Betrunkener Mann richtet im Waldbad Obergünzburg Waffe auf Polizisten

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Obergünzburg – Am Donnerstagabend musste die Polizei einen Mann im Waldbad Obergünzburg in Gewahrsam nehmen, nachdem er eine augenscheinliche Schusswaffe auf die Beamten gerichtet hatte.

Ein Autofahrer hatte die Polizei über einen Mann mit Schusswaffe informiert. Der Autofahrer musste auf der Kemptener Straße wegen mehrerer junger Männer stark abbremsen und anhalten. Einer der Männer bedrohte den Autofahrer, indem er mit der Waffe gegen die Scheibe schlug. Der Fahrer flüchtete und rief den Notruf, woraufhin die Polizei eine umfangreiche Fahndung einleitete.

Am Waldbad trafen die Beamten dann eine achtköpfige Gruppe an, die dort zeltete. Einer von ihnen weigerte sich laut Polizei zunächst das Zelt zu verlassen. Als er der Aufforderung dann doch nachkam, hatte der Mann eine Schusswaffe in der Hand, die er gegen die Beamten richtete. Weil er alle Anweisungen der Polizisten ignorierte, gaben sie Warnschüsse ab.

Dann jedoch steckte der Mann die Waffe weg und griff die Polizisten an. Sie konnten ihn allerdings sofort überwältigen und ihm die Waffe abnehmen. Verletzt wurde niemand.

Laut Polizei handelt es sich bei dem Mann um einen 26-jährigen Polen, der im Ostallgäu wohnt. Seine Waffe stellte sich als Schreckschusspistole heraus, für die er keinen „Kleinen Waffenschein“ besitzt. Außerdem stellten die Polizisten ein Einhand- und ein Springmesser sicher.

Der 26-Jährige wurde mit knapp zwei Promille in Gewahrsam genommen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand war er es auch, der den Autofahrer bedroht hatte.

Gegen den 26-Jährigen ermittelt die Kripo Kaufbeuren nun wegen Bedrohung und diverser Verstöße gegen das Waffengesetz. Da Zelten im Waldbad nicht erlaubt ist, erwartet die achtköpfige Gruppe außerdem ein Verfahren wegen Hausfriedensbruchs.

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