Finanzspritze

BFV-Sozialstiftung hilft TSV Oberbeuren

Beim TSV Oberbeuren sind die Aufräumarbeiten an der Unglücksstelle schon fast fertig.
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Beim TSV Oberbeuren sind die Aufräumarbeiten an der Unglücksstelle schon fast fertig.

Kaufbeuren – Die Spendenbereitschaft für den TSV Oberbeuren ist weiterhin ungebrochen. Nach der verheerenden Explosion des Vereinsheims trägt auch die Sozialstiftung des Bayerischen Fußball-Verbandes ihren Beitrag dazu bei. Mittlerweile sind 10.000 Euro auf das Konto geflossen.

„Wir sind sehr froh und dankbar über die Unterstützung des BFV“, sagt TSV-Geschäftsführerin Susanne Zoller. Dass in Corona-Zeiten die Vereine zusammenhalten, dürfe nicht als selbstverständlich erachtet werden. Der mittlerweile kommissarische Bezirksvorsitzendes des BFV, Dr. Christoph Kern, findet es eine tolle Sache. „Und ja, da bin ich stolz.“ Vor etwa zwei Wochen habe er mit dem Vereinsvorsitzenden des TSV Oberbeu­ren, Uwe Seidel, telefoniert. „Man hat gleich gemerkt, dass auch er beeindruckt ist von dieser großen Hilfsbereitschaft. Gerade in Krisenzeiten halten die Vereine zusammen. Dieses Signal nach außen ist hervorragend und unterstreicht meines Erachtens die Wichtigkeit von Vereinsleben.“ Dass der BFV hier auch nicht unerheblich unterstützten konnte, sei natürlich hervorragend. „Ein großer Verband wie der BFV hat zweifellos auch gesamtgesellschaftliche Aufgaben, daher kommt der BFV-Sozialstiftung eine außerordentliche Bedeutung zu“, macht Kern deutlich.

Die Unterstützung am Beispiel des TSV Oberbeuren zeige die enorme Notwendigkeit einer solchen Einrichtung für Vereine und Mitglieder, die in existenzbedrohende Not geraten sind. In der Tat ist auch der Kreisvorsitzende des Kreises Allgäu beeindruckt vom Zusammenhalt „seiner Vereine“. Die Nachricht aus Oberbeuren habe viele im Kreis geschockt und tief bewegt, so Karl-Heinz Giegerich. „Schön, dass die Unterstützung ebenso groß ist.“

Über sechs Wochen ist es bereits her: Mitten in der Nacht explodierte das Zuhause des TSV Oberbeuren. Der Schaden geht in die Millionenhöhe. Das einstige Trümmerfeld ist nun fast aufgeräumt. Sämtliche umliegende Steine und weiteres Inventar wurden beseitigt. Noch steht der Bagger. „Diese Woche sollen die Aufräumarbeiten beendet sein. Dann liegt es in der Hand der Stadt Kaufbeuren, wie es weitergeht“, berichtet Susanne Zoller dem Kreisbote. Leider sei die Fackel noch immer nicht gefunden worden. Die Hoffnungen schwinden allerdings, dass das Erinnerungsstück von den Olympischen Spielen 1974 in München jemals wieder auftauchen wird.

Der Wiederaufbau des Sportheims wird wohl erst bis Ende 2022 verwirklicht werden können. Bis dahin müssen Container für den Trainings- und Spielbetrieb herhalten.

Stefan Günter

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