Leben wie die antiken Götter

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Das Trojanische Pferd verspricht mit Sprühnebel eine willkommene Abkühlung.

Kaufbeuren – Olympioniken-Schmiede, Feuer des Prometheus, Musentempel, das Orakel von Delphi und der imposante Zeustempel – das alles fand man nicht nur im antiken Griechenland, sondern zur Zeit am Rande der Stadt auf dem Stadtranderholungsgelände.

Hier ist für zwei Wochen noch bis zum kommenden Samstag, 15. August, für derzeit rund 560 Kinder Ferienfreizeit angesagt. In diesem Jahr steht das Erlebnisangebot für Kinder des Stadtjugendrings (SJR) unter dem Motto „Bei Zeus – Auf zum Olymp!” 

Zeus meinte es als Wettergott sehr gut mit den Kindern aus Kaufbeuren und dem Ostallgäu, die seit Montag erlebnisreiche Ferien unterhalb des Römerturms in Kemnat-Gutwillen verbringen. Am Mittwoch machten mittags Oberbürgermeister Stefan Bosse, Baureferent Helge Carl, Jugendreferatsleiter Alfred Riermeier, die Jugendbeauftragte Kathrin Zajicek mit verpfichtender Kopfbedeckung zusammen mit Holger Janhovsky, Vorsitzender des SJR und Michael Böhm, Geschäftsführer des SJR einen Rundgang um das Gelände im antiken Stil. 

Böhm führte im antiken Gewand vorbei an großen Zelten, die zugleich einen Essensbereich darstellen und Schutz vor Regen bieten sollen – wenn es denn dazu kommt. Schon hier befand Carl das Gelände als „richtige Bildungregion” in Sachen Antike. Nach dem Orakel von Delphi war der nächste Stopp bei den Olympioniken. Die zwölf- bis 14-Jährigen zeigten den Besuchern ihren „Zeusrap”, bevor sich Bosse, Riermeier und Zajicek mit Hennatattoos am Handgelenk beziehungsweise Oberarm schmücken ließen.

 An das Gelände der Olympioniken, auf dem auch der JuZe-Truck steht, schließen sich die Post und die 15 Hüttendörfer an, die die Kinder in Holzbauweise und mit Säulen umrahmt selbst mitgebaut haben. Anschließend ging die Reise auf den Spuren der Antike vorbei am Zeus-Tempel und der mobilen Rettungsstation des DLRG „Spartacus Medicus” zum Badeteich, der bei den hochsommerlichen Temperaturen Abkühlung verspricht. 

Auf dem Weg zum Musentempel, wo es Raum für kreative Angebote oder einfach zum „Chillen” gibt, genehmigten sich die Vertreter der Stadt und einige Kindern eine „Dusche” im Sprühnebel unter dem hölzernen Trojanischen Pferd. Abschließend taten es die Besucher den Kindern gleich und gönnten sich in „Ankes Taverne” eine Stärkung. Bosse bezeichnete das Fereinfreizeitprogramm als „sehr gelungen” und lobte den betriebenen Aufwand. 

Jeden Tag stehen für die Kindern abwechslungsreiche Aktionen auf dem Programm, die von „Demeter besucht Hades” über „Götterbote” zu „Heureka”, „Poseidons Flotte” und vielem mehr reichen. Hinter solchen Bezeichnungen aus der griechischen Mythologie und Sprache verstecken sich Aktivitäten wie Brotbacken und Bolzplatzspiele auf dem stilechten Olympiagelände oder Körbe flechten und die Tenneneröffnung. Ob die Kinder nach den zwei Wochen wohl als Halbgötter in den Olymp aufsteigen? 

Bis Samstag, 8. August, besteht noch die Möglichkeit für Kinder von sieben bis 14 Jahre, sich direkt am Gelände der Stadtranderholung für die zweite Woche der Ferienfreizeit anzumelden.

von Martina Staudinger

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