Sonderpreis der Sparkasse Kaufbeuren geht an Emmeran Achter

Ein Bild zum Weiterdenken

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Dem Künstler Emmeran Achter ist nach Meinung der Jury ein geheimnisvolles Bild gelungen.

Kaufbeuren – Eigentlich ist die Malerei nur das zweite Standbein des freischaffenden Künstlers Emmeran Achter. Hauptamtlich arbeitet er nämlich als Kunst- und Werklehrer an einer Mittelschule in Aichach, Nord-Schwaben, wo er lebt und wo er auch vor 46 Jahren geboren wurde. Der mit 1500 Euro dotierte Sonderpreis „Die Kunstpreisträger“ der Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren ging Anfang März an Achter für sein großformatiges Bild „Aufstehen“.

In den letzten Jahren machte der phantasievolle Künstler bereits mehrmals in der Kunstszene durch Ausstellungen, Verkäufe und nicht zuletzt seine Preise auf sich aufmerksam.

Selbst erklärt er seinen derzeitigen Erfolg mit zwei Tatsachen, die auch von der Jury so gesehen wurden: Achter selbst spricht von der „Uneindeutigkeit“ seiner Werke. Dr. Markwart Herzog, der für die Schwaben Akademie die Laudatio übernahm, hob in diesem Sinne hervor, dass das Preis gekrönte Bild sehr viel Platz für die eigene Interpretation des Betrachters lasse. Einiges könne gedeutet werden, aber vieles bliebe letztendlich nicht auflösbares Geheimnis. So gebe es zum Beispiel keine klar abgrenzbaren Konturen, so dass vieles wie bei einer Aufnahme mit zu langer Belichtungszeit ineinander überlaufe. Gerade diese angedeutete Nichtgreifbarkeit unserer schnelllebigen Zeit, entspricht der übereinstimmenden Meinung der fünfköpfigen Jury und des Künstlers selbst. Dr. Herzog verwies ferner auf die versteckten Quellen des Lichts, die verschachtelten Perspektiven und nicht zuletzt auf eine raffinierte Farbgestaltung. Vieles bliebe in der Traumlandschaft nur angedeutet.

Lange Tradition

Zum Hintergrund des Preises: Bereits im 30. Jahr führt die Schwabenakademie Irsee in enger Kooperation mit den bayerisch-schwäbischen Berufsverbänden der bildenden Künstler vom 24. März bis zum 8. April die BBK-Ausstellung mit den 32 für den Wettbewerb eingereichten Werken durch. Dort wird der der „Meckatzer Kunstpreis“, der frühere „Magnus-Remy-Preis“, verliehen. Der Sonderpreis wurde heuer mit Unterstützung der Kreis- und Stadtsparkasse zum fünften Mal vergeben. Zum 30. Jubiläum wählte man dieses Jahr aus den bisherigen Preisträgern des Meckatzer Kunstpreises den Preisträger aus dem Jahr 2016, dem mit seinem neu eingereichten Bild nach einstimmiger Experten-Meinung der Jury ein „ganz großer Wurf“ gelungen sei. Alle anwesenden Redner von Kunst und Politik waren sich einig, dass die Kunst auch in Zukunft die Unterstützung von Sponsoren und öffentlicher Hand verdiene.

von Peter Suska-Zerbes

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