"Mad Max" wird wieder "zum Leben" erweckt

Kinokritik: "Mad Max – Fury Road"

+
Max (Tom Hardy) auf dem Weg in die umkämpfte Freiheit.

1977 drehte George Miller „Mad Max“, den ersten Teil seiner Trilogie, die 1981 mit „Mad Max II – Der Vollstrecker“ und 1985 mit „Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel“ fortgesetzt wurde. Mit Mel Gibson in der Hauptrolle des ehemaligen Polizisten Max Rockatansky wurde eine Zukunft Australiens skizziert, in der motorisierte Banden die Straßen beherrschen und kriminelle Übergriffe zum Alltag gehören.

Nun erweckt Regisseur, Produzent und Drehbuchautor George Miller mit dem Reboot „Mad Max: Fury Road“ seine legendäre Kinoserie über die postapokalyptische Welt erneut zum Leben. 

Inhalt 

Einzelgänger Mad Max (Tom Hardy) wird von seiner traumatischen Vergangenheit verfolgt. Als er sich alleine durch die Wüste Australiens schlägt, gerät er in Gefangenschaft. Unter der Leitung des tyrannischen Immortan Joe (Hugh Keays-Byrne) muss er als lebender Blutspender für den kranken Krieger Nux (Nicolas Hoult) herhalten. 

Zur gleichen Zeit befindet sich Herrscherin Furiosa (Charlize Theron) auf der Fahrt quer durch die Wüste, um für den Tyrannen Munition zu besorgen. Niemand ahnt, dass sie in ihrem Truck einige junge Frauen in die Freiheit schmuggelt, die vom Tyrannen als Mütter missbraucht werden sollten. 

Immortan Joe schickt seine Kriegerflotte aus, um die Frauen zurückzuholen. Auch Nux darf sich bei der Jagd bewähren, mit Max als Blutspender im Gepäck. Als es bei der Jagd zur Kollision kommt, kann Max sich befreien. Widerwillig schließt er sich den Frauen an. 

Rezension 

Millers vierter Teil der Kinoserie, dessen Drehbuch er zusammen mit Brendan McCarthy und Nico Lathouris verfasste, entpuppt sich als rasantes Actionkino. Die Story ist im Zuge des Genres nur von zweitrangiger Wichtigkeit. Mad Max, dieses Mal hart und souverän gespielt von Tom Hardy („The Dark Knight Rises“), und seine unfreiwillige Gefolgschaft brettern mit ihrem zusammengeschusterten Vehikel gigantischen Ausmaßes durch die Wüste. 

Die ausufernde Verfolgungsjagd nimmt den gesamten Hauptteil der Handlung in Anspruch. Immer wieder kommt es zu Kollisionen der gegnerischen Parteien, die mit atemberaubenden Aktionen versuchen, sich gegenseitig dem Erdboden gleich zu machen. Reihenweise explodieren die apokalyptischen Vehikel, während ihre Fahrer quer durch die Luft geschleudert werden. 

Haupt- und Nebendarsteller brillieren mit spektakulären Stunt-Szenen, eingefangen von dem Oscar-preisgekrönten Kameramann John Seale („Der englische Patient“). Die klaren Bilder schaffen es, die karge Landschaft, die sonderbaren Fahrzeuge und die ungewöhnlichen Maskierungen der zahlreichen Figuren in Szene zu setzen. Realaufnahmen vereinen sich mit den animierten Kulissen zu einem einzigartigen Gesamtkonstrukt. 

Weder Tom Hardy noch seine Schauspielkollegin Charlize Theron („Snow White and the Huntsman“) sind Menschen der großen Worte. Die Kommunikation zwischen den Figuren beschränkt sich auf banale Wortfetzen, die lediglich Mittel zum Zweck sind. Zusammenfassende Erklärungen der Geschichte liefert einzig und allein Hardys Stimme aus dem Off. 

Nur gelegentlich werden dem Zuschauer durch Rückblenden Fakten und Informationen über den Hintergrund der Figuren preisgegeben. So bleibt Mad Max auch weiterhin der einsame Kämpfer, der nach dem unfreiwilligen Ritt durch die Wüste wieder seinen eigenen Weg geht.

von Sandy Kolbuch


Fakten zum Film:

Originaltitel: Mad Max: Fury Road 

Land: USA 

FSK: 16 

Regie: George Miller 

Darsteller: Tom Hardy, Charlize Theron, Nicolas Hoult, Hugh Keays-Byrne u.a

Auch interessant

Meistgelesen

Neuer Lebensabschnitt wartet
Neuer Lebensabschnitt wartet
Gewinnspiel: Wir verlosen Ferien-Freizeitpakete im Wert von 5.000 Euro
Gewinnspiel: Wir verlosen Ferien-Freizeitpakete im Wert von 5.000 Euro
"Von Bürgern für Bürger"
"Von Bürgern für Bürger"
Mehr Platz für Motorräder
Mehr Platz für Motorräder

Kommentare