Bildung bedeutet Zukunft

Initiative „1000 Schulen für unsere Welt“ nun von Stadt Kaufbeuren unterstützt

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Gemeinsam mit den deutschen Kommunen und ihren Bürgerinnen und Bürgern will die Initiative 1000 Schulen in Ländern des Globalen Südens bauen.

Kaufbeuren – Bildung gilt als Schlüssel zu einer gerechten Welt. Wird sie gefördert, kann Armut verringert und können Perspektiven geschaffen werden. Kinder haben die Chance auf eine bessere Zukunft in ihren Heimatländern. Um dieses Ziel zu unterstützen, haben die deutschen kommunalen Spitzenverbände die Gemeinschaftsinitiative „1000 Schulen für unsere Welt“ ins Leben gerufen. Auch die Stadt Kaufbeuren ist jetzt nach einem Stadtratsbeschluss vom Dienstag dabei. Alle Bürgerinnen und Bürger sowie Firmen sind nun dazu aufgerufen, für ein Schulbauprojekt in Tansania zu spenden.

Die Initiative soll erreichen, mit Spenden von Bürgerinnen und Bürgern sowie der lokalen Wirtschaft insgesamt 1000 Schulen in Afrika, Asien und Südamerika zu bauen. Für die Finanzierung werden nämlich keine Steuermittel eingesetzt, für die Stadt Kaufbeuren ergeben sich also keine weiteren Verpflichtungen, es war aber nötig, dass der Stadtrat grünes Licht dafür gibt.

Stadträtin Dr. Maria Elisabeth Angst ist mit einem Schulprojekt in Tansania an die Stadtverwaltung herangetreten. Es handelt sich um die Samaki Primary School in Saya Juu Kilimandscharo, die vor Ort vom ehemaligen Kaufbeurer Pfarrer Emmanuel Kileo betreut wird. Vor fünf Jahren ist Kileo, der in der Evangelisch-Lutherischen Dreifaltigkeitskirche arbeitete, mit seiner Familie in sein Heimatland zurückgekehrt. Die Schule wurde vor etwa 50 bis 60 Jahren als Dorfschule erbaut und wird derzeit von etwa 140 Schülerinnen und Schülern von der ersten bis zur achten Klasse besucht. Mit 65.000 Euro soll die Schule saniert und erweitert werden, sodass dort bis zu 200 Kinder und Jugendliche unterrichtet werden können. Bisher ist über einen Freundeskreis die Summe von 30.000 Euro zusammengekommen. Nun sind also die Kaufbeurer Bürger und Unternehmen dazu aufgerufen, für dieses Schulprojekt zu spenden. Das Spendenkonto lautet: Evangelische Kirchengemeinde Christuskirche, IBAN: DE 2173 4600 4602 0015 3850, Verwendungszweck: Spende für Afrikaprojekt/Kileo.

Schirmherr der Gemeinschaftsinitiative ist Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Ideengeber war Stefan Rößle, seit 2002 Landrat des Landkreises Donau-Ries. Gemeinsam mit der Reiner Meutsch Stiftung Fly & Help will der nördlichste Landkreis von Bayerisch-Schwaben bis 2020 ausschließlich durch Bürgerspenden und Sponsoring der lokalen Wirtschaft über zwanzig Schulen in Afrika errichten. Die ersten dieser Schulen konnten laut Deutschem Städtetag bereits eröffnet werden. Wie Oberbürgermeister Stefan Bosse sozusagen als Ansporn in der Stadtratssitzung erzählte, hat Rößle kürzlich in seinem Briefkasten ein Päckchen mit einer anonymen Geldspende gefunden – 55.500 Euro, die für eine neue Schule in Afrika verwendet werden sollten. Das Geld fließt jetzt nach Liberia.

von Martina Staudinger

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