Bildungsportal eröffnet

Gute und vielfältige Angebote zur beruflichen und privaten Fortbildung sind heutzutage für jede Region ein wichtiges Anliegen. Gerade in ländlichen Gebieten außerhalb der großen Bildungszentren ist es aber für die Bürger oft schwierig, sich einen Überblick über alle vorhanden Möglichkeiten zu verschaffen. Wer sich bis jetzt über seine persönlichen Weiterbildungsmöglichkeiten in unserer Region informieren wollte, musste sich die Angebote mühsam zusammenklauben. Für die Region Ostallgäu-Kaufbeuren wurde nun diesbezüglich im Rathaus Marktoberdorf ein wichtiger Schritt getan.

Unter anderem Landrat Johann Fleschhut, Mitglieder der IHK und die zuständigen Bildungsberater Jürgen Wendlinger und Christiane Manthey gaben den Startschuss für das neue „Bildungsportal” im Internet. Auf einer einzigen Homepage sind nun über eintausend Kurse von 24 Anbietern aus den unterschiedlichsten Bereichen mit den entsprechenden Links vertreten. Ob ein mehrwöchiger Französischkurs oder der Lehrgang für die Techniker-Meisterprüfung: für fast jeden Berufszweig gibt es unter der Webadresse www.bildung-ostallgaeu.de eine Vielzahl von Ansprechpartnern. Die Schwerpunkte liegen auf den Themen Schul- und Berufsabschlüsse, Senioren, Ehrenamt und Integration, es gibt aber auch viele Angebote zu EDV und kaufmännischem Wissen. „Das einmal in der Schule erworbene Wissen reicht nicht ein Leben lang aus, wer sich nicht stetig weiterbildet, koppelt sich selbst ab!”, so der beteiligte 3. Bürgermeister Kaufbeurens, Ernst Holy . „Bildung hält sich nicht an Stadtgrenzen. Deshalb ist dieses weitere enge Band zwischen der Stadt Kaufbeuren und dem Landkreis Ostallgäu so wichtig. Mit dem neuen Bildungsportal kann nun zum Beispiel ein Marktoberdorfer auf einen Blick sehen, was es in Buchloe, Irsee oder Kempten an Angeboten gibt!” Eine Vernetzung dieser Art ist bislang einzigartig in Bayern. Die neue Bildungsberaterin Christiane Manthey freut sich: „Wir haben großen Wert auf Transparenz und eine klare Struktur gelegt. Auch Menschen, die keine Erfahrung mit Online-Datenbanken haben, kommen daher gut mit der Homepage zurecht.” Vom Namen des Anbieters, Daten bezüglich Kursbeginn und -ort bis hin zu Kosten und Fördermöglichkeiten können alle relevanten Informationen abgefragt werden. Das Bildungsportal soll zukünftig der „zentrale, internetbasierte Weg- weiser zu Bildung und beruflicher Orientierung” sein, daher werden die Bildungsträger laut Landrat Fleschhut vor Aufnahme auf ihre Qualität geprüft. Trotzdem wird auch weiterhin Wert auf eine persönliche Beratung gelegt. Hierbei ist Christiane Manthey für das südliche Landkreisgebiet zuständig. Für den Norden des Ostallgäus fungiert als Bildungsberater Jürgen Wendlinger. Stark an dem Projekt beteiligt sind auch die Volkshochschulen in Kaufbeuren, Biessenhofen, Buchloe, Marktoberdorf und Füssen sowie die zuständigen Arbeits- agenturen. Für einige gesellschaftliche Gruppen wie Berufs-wiedereinsteiger oder Geringverdiener gibt es außerdem die Möglichkeit, für die Weiterbildung eine sogenannte „Bildungsprämie” zu erhalten. So soll jedem Bürger in der Region die Chance gegeben werden, durch ein höheres Ausbildungsniveau den eigenen Lebensweg positiv zu beeinflussen. Auslöser der Idee einer „zentralen Bildungsberatung” für unsere Region war eine Diskussion zum „Regionalen Bildungspakt Schwaben” im Jahre 2008 in Irsee. Das „Bildungsportal” ist ein weiterer Meilenstein im Bereich Bildung für das Ostallgäu. Es ist auf jeden Fall geplant, das Projekt weiter auszubauen und in Zukunft eventuell sogar noch andere Landkreise mit einzubeziehen.

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Kaufbeuren
Babys der Woche im Klinikum Kaufbeuren
Sudetendeutsche Schicksale nach 1945
Sudetendeutsche Schicksale nach 1945
Pre-Opening im Skyline Park: Dieses Wochenende!
Pre-Opening im Skyline Park: Dieses Wochenende!
Frauen in der Leitungsebene
Frauen in der Leitungsebene

Kommentare