Ein Empfang für Helden

„Blaulicht-Empfang“ für die Einsatzkräfte im Kaufbeurer Offiziersheim

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Einblicke in den virtuellen Flughafen: Die Rettungskräfte schauten sich beim Rundgang durch das Ausbildungszentrum für Militär-Fluglotsen vor Ort auch den Tower-Simulator an.

Kaufbeuren-Oberbeuren – 175 Mitglieder der verschiedenen Kaufbeurer Rettungsorganisationen kamen vergangene Woche zum diesjährigen „Blaulicht-Empfang“ im Offiziersheim zusammen. Mit der neuen Feuerwache und der „Erfolgsgeschichte mit der Bundeswehr“, die am Kaufbeurer Standort bleibt, gab es auch laut Oberbürgermeister Stefan Bosse mehr als genug gute Gründe zum Feiern.

Seinen Dank „für das Engagement, das wir täglich sehen und auch das, was wir nicht sehen“ richtete Bosse an die Rettungskräfte, die unermüdlich und zum großen Teil auch ehrenamtlich vollen Einsatz zeigen. Dazu zählen laut Bosse all die Schulungen und Trainingsmaßnahmen, die ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleisten sollen. Als „gemeinsame Verantwortungsgemeinschaft“ sei der Zusammenhalt unter den Einsatzkräften gefragt, um sich für die Sicherheit der Menschen in der Region stark zu machen. Man kenne sich untereinander und könne sich aufeinander verlassen.

So nutzten die „Blaulichtler“ von Polizei, Feuerwehr, BRK, THW, Wasserwacht und Co. den Empfang, um sich in gemütlicher Atmosphäre auszutauschen.

Einige schlossen sich bei der Gelegenheit Führungen durch das Ausbildungszentrum der Deutschen Flugsicherung vor Ort an. Die Einsatzkräfte schauten sich zum Beispiel den Radarsimulator an – „den Besten, den es weltweit gibt“, hob Fluglotse Matthias Rarrek die hochmoderne technische Ausstattung hervor, die den künftigen Fluglotsen bei ihrer Ausbildung zugute kommt. Die Lotsen haben die Flieger genau im Blick, überwachen jedes Manöver und sorgen dafür, dass es keine Zusammenstöße gibt. Intensiv üben die Lehrer Rarrek zufolge vor Ort mit den Schülern und gehen die Übung nochmal in der Nachbesprechung mit den angehenden Fluglotsen durch.

Für großes Interesse bei den Rettungskräften sorgte auch der Tower-Simulator, der einen virtuellen Flughafen darstellt. Durch den 360 Grad-Beamer mit Wetterlage und Nacht-Funktion fanden sich die Besucher in einer realistischen Simulation kurzerhand im Inneren eines Flugzeugs wieder.

Für Rarrek, der seit rund 30 Jahren als Fluglotse tätig ist, ist es der „geilste Job der Welt“, denn: „Ohne uns fliegt nichts“. Die Startfreigabe „cleared for takeoff“ ist für ihn mit einem ganz besonderen Gefühl verbunden. Der Beruf bringe viel Verantwortung mit sich, damit aber auch das gute Gefühl, gemeinsam im Team zur Sicherheit der Menschen beitragen zu können.

von Mahi Kola

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