Es bleibt alles beim Alten

Persönliche Ansprache ist ihm wichtig: Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes und MdB Stephan Stracke. Foto: Becker

Bei der jüngst stattgefundenen Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen des CSU-Ortsverbandes Kaufbeuren gab es keine Veränderungen. Zuvor hatte der Ortsvorsitzende und MdB Stephan Stracke einen Rückblick auf das vergangene Jahr und die Entwicklung der aktuellen Ereignisse auf Bundesebene gegeben. In Grußworten äußerten sich MdL Franz Pschierer und Oberbürgermeister Stefan Bosse zu Themen auf Landes- und Kommunalebene. Mehrere Mitglieder wurden für langjährige Mitgliedschaft geehrt.

In seiner Begrüßung vor 65 Mitgliedern informierte der Ortsvorsitzende über die Auflösung der eigenen Geschäftsstelle. Man habe sich entschieden, alle erforderlichen Sitzungen von Ortsverband und Fraktion im Kolpinghaus durchzuführen. Das Haus sei bereits durch die regelmäßigen Veranstaltungen zu einem festen Bezugspunkt geworden und Kosten könne man ebenfalls einsparen. Das bisherige Konzept der „Zwei Säulen“ des Ortsverbandes habe sich bewährt und werde fortgeführt. Zum einen bietet die Vortragsreihe „Politik hautnah“ mit ausgewiesenen Experten die Grundlage für Information und Diskussion. Andererseits werden durch gesellige Veranstaltungen Kontakte gepflegt. „Doch das beste Konzept für eine Mitgliedschaft ist die persönliche Ansprache der Menschen“, so Stracke zu den Anwesenden. Mit den Worten „die Sicherheitslage hat sich bei uns nicht verändert, wohl aber das Bewusstsein“ ging das MdB auf die entflammte Kernkraftdiskussion nach den Ereignissen in Japan ein. Auch der entstandene Zeitverzug von etwa drei Monaten bei der laufenden Bundeswehrreform durch den Ministerwechsel wurde angesprochen. MdL Franz Pschierer stellte in seinem Grußwort klar, dass die Entscheidung für das Technologiezentrum an den Standorten Kaufbeuren, Memmingen und Kempten gefallen sei. „Kaufbeuren ist drin“, so Pschierer. Anderslautende Meldungen hätten zu Irritationen geführt. Er setzte sich vehement für eine Überprüfung des Länderfinanzausgleichs ein. Es könne nicht sein, dass Bayern zum wiederholten Male einen Haushalt ohne neue Schulden habe und zur Kasse gebeten werde. Die sogenannten „Nehmerländer“ wie Berlin oder NRW sich jedoch Dinge auf Pump leisteten, die es in Bayern aus Spargründen nicht gebe. In Vertretung von Fraktionssprecher Ernst Schönhaar berichtete Dr. Erika Rössler über die aktuelle Arbeit aus dem Stadtrat. Ein solider Haushalt lasse nicht die Erfüllung aller Wünsche zu, doch sei man bestrebt, bei den Vereinen so wenig wie möglich Abstriche zu machen. Für die Problematik der südlichen Altstadt würden alle Anstrengungen unternommen. Man setze sich für die Ansiedlung von Firmen und Lösungen für eine alternative Energieversorgung mit mehr Umweltschutz ein. Gute Woche für KF Bestens gelaunt wusste der OB von einer „guten Woche“ zu berichten. Die Eröffnung der Bekleidungskette in der Fußgängerzone, der anstehende Baubeginn des Modemarktes und die Bestätigung für einen baldigen Start der Firma Hawe seien erfreuliche Signale. Aber Bosse konnte eine weitere Neuigkeit verkünden: Kaufbeuren hatte sich im Wettbewerb mit anderen Städten bayernweit durchgesetzt und den Zuschlag als „Optionskommune“ bekommen. Mit dem zweiten Platz von sechs vergebenen Plätzen sei dies auch eine Wertschätzung für die extrem leistungsfähige Verwaltung. Man habe nun die alleinige Verantwortung für Langzeitarbeitslose und etwa 800 Kinder in Bedarfsgemeinschaften. „Ich bin stolz darauf, dass wir uns durchgesetzt haben“, so der OB. Als zentrale Aufgabe sah er die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft für den Erhalt des Standortes an. Hinsichtlich des Ausbaus der B 12 sei am 11. April ein weiterer Termin im Verkehrsministerium geplant. Die Vorstandswahlen brachten keine Überraschung. 1. Vorsitzender bleibt Stephan Stracke. Stellvertreter sind wiederum Ulf Jäkel, Sigrid Chmiel und Dr. Thomas Jahn. Schriftführer Klaus Höpp und Schatzmeister Alexander Bartsch wurden ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt. Lediglich bei den Beisitzern gab es zwei personelle Wechsel. Für Helmut Folter und Udo Wichmann-Prehm rückten Melanie Dworacek und Rainer van Rijckevorsel in den Kreis der Beisitzer. Aus den Arbeitsgemeinschaften von Frauen- und Seniorenunion, der Jungen Union und der Mittelstandsunion berichteten die jeweiligen Vorsitzenden. Für 40 Jahre Zugehörigkeit zum Ortsverband wurden Pfarrer Günther Rehle, Ludwig Göttle und Josef Bauer geehrt. Die Urkunde für 25 Jahre Mitgliedschaft konnten Heinrich Schütz und Manfred Weiß entgegen nehmen.

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