Ein Blickfang in der Altstadt

Immo Holding in neuen Geschäftsräumen

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„Landesgartenschau“: Der große Innenraum mit Pflanzen als Zentrum für Besprechungen.

Kaufbeuren – Die Immo Holding GmbH hat ihren neuen Geschäftssitz am Breiten Bach im ehemaligen Gebäude der VR Bank Kaufbeuren-Ostallgäu. Das vor zwei Jahren von der Bank erworbene Gebäude befindet sich in einer Sichtachse vom Rathaus bis zum Hauberrisserhaus und ist ein Blickfang in der Altstadt. Es wurde nach dem kürzlich erfolgten Umzug aus Oberbeuren zur neuen Anlaufstelle des Unternehmens.

Nach den Worten von Geschäftsführer Josef Voith war das allerdings nicht vorgesehen und hat sich erst entwickelt, nachdem sich das ursprünglich vorgesehene Gebäude an der Schelmenhofstraße nicht zeitnah verwirklichen ließ. Ein weiteres Objekt an der Füssener Straße würde er auch gerne weiter entwickeln, was aber nicht in seiner Hand liege.

„Wir fühlen uns in diesem tollen Ambiente sehr wohl“, so der Geschäftsführer und Inhaber des am Standort der 1960 abgerissenen „Schranne“ neu entstandenen Gebäudes. Das Erdgeschoss und Teile des Obergeschosses wurden völlig umgebaut und ließen großzügige, durch Glaswände abgetrennte, helle Räumlichkeiten mit individuellen Arbeitsbereichen für zehn Mitarbeiter entstehen. „Unsere Mitarbeiter sind begeistert“, freut sich Voith. „Sie sprechen gerne von der ‚Landesgartenschau‘ aufgrund der vielen Grünpflanzen im Zentrum des Erdgeschosses.“ Die Sanierung im Haus ist nach seinen Worten noch nicht abgeschlossen. Alle Wohnungen mit je etwa 70 Quadratmetern wurden beziehungsweise werden komplett auf neuestem Stand saniert. Drei der insgesamt vier Wohnungen sind dann etwa Ende des Jahres ebenfalls fertiggestellt.

Der sanierte Bau als Sitz der Immo Holding.

Ursprünglich war vorgesehen, das an der Schelmenhofstraße geplante achtgeschossige Bauwerk zu beziehen, in dem neben Wohnungen und Büroflächen auch eine Gastronomie entstehen soll, wie Voith erläuterte. Doch naturschutzrechtliche Gründe ließen dies seit einem Jahr nicht zu. „Die auch beim Bau des ,Park and Ride‘ Parkplatzes am Bahnhof gefundene Zauneidechse blockiert unser Bauvorhaben dort“, sagte der Unternehmer, dem auch das miterworbene Gebäude am Kappeneck hinter dem jetzigen Standort Sorge bereitet, weil es als Einzeldenkmal deklariert ist. „Dieses Gebäude steht seit vielen Jahren leer, auch schon unter dem Vorbesitzer,“ so Voith. „Es ist sehr baufällig, hat nur wenige Quadratmeter über drei Geschosse verteilt und kann aufgrund der niedrigen Raumhöhe von 1,70 Meter keiner vernünftigen Nutzung zugeführt werden.“

Ulrike Gerber als Vertreterin der Unteren Denkmalschutzbehörde bei der Stadt Kaufbeuren sagte hierzu, dass es mit dem Vorbesitzer fast fertige Pläne gegeben und sie sich nach dem Eigentümerwechsel gleich um einen Termin bemüht habe. „Für den Abriss eines Einzeldenkmals gibt es ganz große Hürden“, so Gerber. Dazu gehöre, dass es keinerlei Nutzungsmöglichkeit gebe und auch unter Marktwert nicht veräußerbar sei. Sie räumte ein, dass es in Teilen „unpraktische Raumhöhen“ gebe, worüber man sprechen müsse, was sie sich wünsche.

Quartier Füssener Straße

In Kaufbeuren verfolgt das seit 1955 als Bauträger und Projektentwickler tätige Unternehmen laut Geschäftsführer derzeit keine neuen Projekte: „Aus fachlicher Sicht ist in Kaufbeuren eine Sättigung im Wohnungsbau erreicht.“ In Mindelheim, Bad Wörishofen, Günzburg und Isny befänden sich für die Immo Holding derzeit rund 700 Wohneinheiten in der Entwicklung. Eine Ausnahme gibt es allerdings: Das einst vom Unternehmen verkaufte Areal „Quartier Füssener Straße (QF)“. Auf diesem Gelände befinden sich Rohbauten, die seit Längerem im Baustillstand verharren. „Wir würden dies gerne zurück erwerben und mit einer Wohnbebauung wieder beleben“, sagte Voith. „Das ist unser Ziel.“

von Wolfgang Becker

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