Dringender Handlungsbedarf beim Jakob-Brucker-Gymnasium

Neubau oder Generalsanierung?

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Das Jakob Brucker Gymnasium muss entweder generalsaniert oder sogar neu gebaut werden. In einem ersten Schritt sollen die Brandschutzmängel beseitigt werden.

Kaufbeuren – Das Jakob-Brucker-Gymnasium steht vor einer Generalsanierung. Die schon seit einiger Zeit bekannten Mängel im Baubestand des Kaufbeurer Gymnasiums haben sich aufgrund aktueller Untersuchungen deutlich verschlechtert.

Die Stadt muss in naher Zukunft entscheiden, wie sie der veränderten Situation Rechnung trägt. Dabei kann sich nach Darstellung des städtischen Baureferenten Helge Carl statt einer Bestandsanierung auch ein Neubau als Alternative erweisen. Die geschätzten Kosten: rund 20 Millionen Euro.Schon seit Längerem plant die Stadt Kaufbeuren am Jakob-Brucker-Gymnasium neben einer energetischen und haustechnischen Sanierung auch eine mögliche Implementierung neuer pädagogischer Konzepte in enger Abstimmung mit der Schulleitung.

Hierzu wurden besondere Fördergelder der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) akquiriert. Im Zuge dieser Untersuchungen liegen nun auch Erkenntnisse über Brandschutzmängel im so genannten „Neubautrakt“ aus dem Jahr 1973 vor, die den großflächigen Einbau einer Brandmeldeanlage bis zum Ende des Jahres 2014 erfordern. „Die Mängel sind uns in dieser Ausprägung erst seit wenigen Tagen bekannt“, so der Baureferent in einer Stellungnahme.

Nach dem Einbau der Brandmeldeanlage ist ein provisorischer und sicherer Weiter- betrieb des Schulhauses bis zur kommenden Generalsanierung möglich.Die aufgrund des aktuellen Brandschutzgutachtens eingetretene Situation erfordert es jedoch, dass die Stadt diese Sanierungsarbeiten umgehend plant und zügig umsetzt. Das Sanierungskonzept wird derzeit erarbeitet und in der zweiten Jahreshälfte 2014 den städtischen Gremien vorgelegt.

Ein Ergebnis der Planungen kann jedoch auch sein, dass anstelle einer Bestandssanierung ein Neubau die wirtschaftlichere Maßnahme darstellt. Die erforderlichen Investitionen können gemäß Helge Carl dabei durchaus die Größenordnung des jetzt beschlossenen Eisstadionneubaus (rund 20 Millionen Euro) erreichen. Auch die Umsetzung bewegt sich in einem ähnlichen Zeitfenster. Die Baukosten sind grundsätzlich förderfähig. Die Stadt wird dafür einsetzen, dass hier möglichst hohe Fördersätze erreicht werden können.

Von Wolfgang Becker

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