Viele Veränderungen

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Die Lebenshilfe Ostallgäu stellte im Pressegespräch ihre neue Ausrichtung vor: Markus Reichart (Sportbeauftragter, v. li.), Hans Raabe (Vorstand der Lebenshilfe), Alfons Regler (Geschäftsführer der Wertachtal-Werkstätten), Ralf Grath (Geschäftsleiter der Lebenshilfe) und Uwe Jakesch (kaufmännischer Geschäftsstellenleiter der Wertachtal-Werkstätten).

Kaufbeuren/Ostallgäu – „Das Jahr 2016 wird für die Lebenshilfe von zahlreichen wichtigen Veränderungen geprägt sein“, so Vorsitzender Hans Raabe anlässlich eines Pressegesprächs der Lebenshilfe Ostallgäu. Dabei möchte man in erster Linie die Angebotspalette entsprechend erweitern, wobei auch das Thema „Migration“ immer mehr an Bedeutung gewinne.

Ein weiteres Vorhaben der Vorstandschaft sei die Selbstvertretung der Behinderten innerhalb der einzelnen Gremien. So beabsichtige man künftig mehr Menschen mit Behinderung im Vorstand einzubinden, um ihnen noch mehr Möglichkeiten bieten zu können, sich ehrenamtlich zu engagieren.

Wie Alfons Regler, Geschäftsführer der Wertachtal-Werkstätten, erklärte, sind derzeit 562 Menschen mit Behinderung und an die 220 Mitarbeiter in den Bereichen Betreuung, Verwaltung und technische Dienste an den Standorten Kaufbeuren, Neugablonz, Marktoberdorf und Füssen tätig. Am Standort Kaufbeuren beschäftige man zur Zeit 281 Behinderte. Nach der Übernahme des ehemaligen „Kinoton-Gebäudes“ an der Moosmangstraße werde dieses nun „Zug um Zug mit Leben erfüllt“ und ausgebaut.

Gleichzeitig müssten die in „die Jahre gekommenen“ Werkstätten der Bestandsgebäude in der Porschestraße saniert werden, so Regler. Nachdem die Kapazitäten für psychisch Erkrankte in Neugablonz mittlerweile überlastet sind, möchte man durch eine Verlagerung in freie Räumlichkeiten im Kinotongebäude und in der Porschestraße eine gewisse Entlastung schaffen. Ein weiterer Schwerpunkt für das Jahr 2016 soll laut Regler die Verwirklichung eines eigenen Angebots für hirngeschädigte Personen sein. Des Weiteren bemühe man sich in Zusammenarbeit mit der Kulturwerkstatt, die künstlerische Arbeit am Theater zu etablieren, um auch derartige Berufswünsche verwirklichen zu können.

Wie Alfons Regler weiter bekannt gab, soll im Frühjahr 2016 in Füssen an einem Erweiterungsbau begonnen werden, so dass dort 48 Werkstattplätze und weitere zwölf Förderstättenplätze zur Verfügung stehen. Auch in Markt­oberdorf müsse gebaut und erweitert werden, nachdem die dortige Werkstatt überbelegt sei. Allerdings könne erst im Sommer/Herbst 2017 mit einem Baubeginn gerechnet werden. Bis dahin müsse man durch Anmietung die aktuelle Situation überbrücken.

In Buchloe konnte die Interdisziplinäre Frühförderstelle in neue Räumlichkeiten einziehen. Um der steigenden Nachfrage auf diesem Gebiet auch im südlichen Landkreis gerecht zu werden, soll laut Ralf Grath, Geschäftsleiter der Lebenshilfe Ostallgäu, auch in Füssen ein eigener Standort eröffnet werden. Ein aktuelles Problem sprach Grath hinsichtlich der hohen Zahl an Asylbewerbern an. Nachdem bis zu 20 Prozent der Flüchtlinge mit einer Behinderung behaftet seien, müsse die Lebenshilfe sich auch diesem Personenkreis verstärkt öffnen. Entsprechende Fördergelder wurden bei der „Aktion Mensch“ beantragt.

Mit Markus Reichart kam auch noch der Sportbeauftragte zu Wort, der von beachtlichen Erfolgen seiner Schützlinge berichten konnte. An die 35 aktive Sportler nehmen zur Zeit an Wettkämpfen teil. Als Highlights im vergangenen Jahr bezeichnete er dabei die Teilnahme an den Weltspielen „Special Olympics“ in Los Angeles mit vier Atlethen, die alle mit „Gold“ ausgezeichnet die Rückreise antreten konnten.

Auch bei den „Deutschen Special Olympics“ in Innzell war Raabe als zweifacher „Goldgewinner“ erfolgreich. Für das Jahr 2016 stehen bereits mehrere Wettkämpfe im Terminkalender, so dass man auch in Zukunft immer wieder über sportliche Erfolge aus den Reihen der Lebenshilfe Ostallgäu wird lesen können.

von Klaus-Dieter Körber

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