Brücke in die Zukunft

Bereits im nahen Kaufbeuren wird auf die bestehende Limitierung der Ruderatshofener Brücke auf 16 Tonnen hingewiesen.

Bei strahlendem Sonnenschein konnte die offizielle Freigabe des neuen Brückenbauwerks in Ruderatshofen nach fünf Monaten Bauzeit zelebriert werden. Wie wichtig dieser Brückenschlag auch für die Zukunft der Region ist, zeigten sowohl Landrat Johann Fleschhut als auch Bürgermeister Johann Stich in ihren Reden auf.

Insbesondere für die Landwirtschaft spielt diese Verkehrsverbindung eine wichtige Rolle und ein besonderer Dank wurde daher an die ausführende Baufirma Hubert Schmid ausgesprochen, da in allen Bau- phasen eine Passage für landwirtschaftliche Belange ermöglicht wurde. Aber auch die meisten Anwohner unterstützten dieses Bauvorhaben kooperativ und ermöglichten so die formschöne Gestaltung, die durch den bogenförmigen Verlauf die Verkehrsführung von dem historischen Mühlengebäude entfernt hat. Fuhren bislang die Autos und Lkw auf Meterbreite an dem historischen Gebäude vorbei, sorgt die neue Brücke zukünftig für eine spürbare Entlastung und fand dadurch neue Besitzer, die das Gebäude derzeit renovieren. Ein Zeichen, so Bürgermeister Stich, dass mit dem Brückenneubau auch für die Zukunft wichtige Weichen gestellt sind, und die Verkehrsentlastung in Ruderatshofen den Ort auch für Neubürger spürbar attraktiver macht. Die Umgehungstrasse wird laut Bürgermeister im Planfeststellungsverfahren aber das Ziel bleiben. Limitierung bleibt Die Befürchtung einiger Kritiker, dass die Belastung durch Schwerlastverkehr steigen wird, weil die neue Brücke theoretisch auf 60 Tonnen ausgelegt ist., soll durch die bestehende Limitierung der Flutbrücke auf selber Strecke am Bahndamm auf 16 Tonnen ausgeräumt werden. Auch dieses Bauwerk muss saniert werden, eine Erhöhung der Tonnage wird von sämtlichen Kommunalpolitikern aber klar verneint. Die Bezuschussung des neuen Brückenbauwerks war für den Kreistag die Entscheidungsbasis, da ein Zuschuss nur für Brücken mit 60 Tonnen auf Kreisstrassen gewährt werden – bei Baukosten von rund 1,3 Millionen Euro seien 690.000 Euro Zuschuss eben ein wichtiger Faktor der Finanzierung. Auch wird die Hochwassersituation durch die Höherlegung in Zukunft wohl kein Problem mehr darstellen und die Renaturierungsarbeiten rund um das gesamte Bauwerk binden dieses gefällig ins Dorfbild ein. Dass die Feierlichkeit durch den Gemeinderat Hubert Schmölz vom Balkon aus gefilmt und mit Megafon Ansagen gestört wurde übergingen die Redner und so konnte Pater Stefan die Brücke vor der Verkehrsfreigabe sogar noch segnen.

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