Buchloe bekommt einen Generationen-Bewegungsparcours

Für alle Altersgruppen geeignet

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Die Skizze zeigt, wie der Buchloer Generationen-Bewegungsparcours einmal aussehen soll.

Buchloe – Es waren Jugendliche, die ihrem Lehrer den Wunsch nach einer Art „Fitnesspark“ mitteilen, wohl wissend, dass der angesprochene Hubert Zecherle auch Mitglied des Stadtrates ist. Der Pädagoge griff die Idee eines Bewegungsparcours schnell auf, zumal derartige Parcours nicht nur für Kinder und Jugendliche geeignet sind, sondern auch von der Bevölkerung bis ins hohe Alter genutzt werden können.

In anderen Kommunen seien mit diesen Anlagen gute Erfahrungen gemacht worden. Sie würden von allen Altersgruppen der Bevölkerung gut angenommen. Zecherle informierte sowohl seine Stadtratskollegen als auch Bürgermeister Josef Schweinberger. Ganz so schnell ging es aber dann nicht, denn Zecherle musste nicht nur Überzeugungsarbeit leisten, sondern auch die Informationen besorgen, wie so ein Bewegungsparcours aussehen und vor allem wo er hin solle, wenn der Bauausschuss grünes Licht gibt.

In der jüngsten Bauausschusssitzung war es soweit. Das Thema stand auf der Tagesordnung, ein Standort war vom Stadtbaumeister Herbert Wagner gefunden worden, der Bürgermeister hatte mit dem Kämmerer über die Finanzierung gesprochen, kurzum der Generationen-Bewegungsparcours war entscheidungsreif. Um es vorweg zu nehmen: Der Ausschuss fand das Projekt gut und stimmte mehrheitlich zu.

Zur Verstärkung hatte sich Zecherle den Sportwissenschaftler Oliver Seitz eingeladen, der das Projekt dem Bauausschuss vorstellte. Kleinere Kinder, Jugendliche, Jogger, Radfahrer, Rentner und behinderte Menschen, kurzum jedermann kann den Bewegungsparcours nutzen, betonte Seitz. Auch für den Schulsport und für Sportvereine dürfte der Parcours interessant sein. Die Übungsgeräte sind so konstruiert, dass man sie auch ohne große Anleitung nutzen kann. Jedes Element ist außerdem so aufgebaut, dass man sich von der leichten Einstiegsübung bis zu schweren Übungen stufenlos vorarbeiten kann. Koordination, Kraft und Mobilisation könnten so gestärkt werden. Fallschutz sorgt für die nötige Sicherheit.

Zu dem Bewegungsparcours, der an der Gennachbrücke an der A96 am Gymnasium entstehen soll, gehört ein Modul mit Balancierstrecken und schwebenden Plattformen für das Training des Gleichgewichtssinnes. Weiter gibt es Elemente, die dem Krafttraining und der Beweglichkeit dienen, beispielsweise Rückenstreckungsgeräte, Liegestützapparaturen oder Armzüge. An den Geräten sind die Schwierigkeitsstufen in den Farben gelb (leicht), grün (mittelschwer) oder rot (schwer) abzulesen. Jeder Nutzer muss seine Fähigkeiten selbst einschätzen.

Oliver Seitz, der aus Ingolstadt angereist war, versprach, nach Fertigstellung der Anlage in einer kurzen Schulung die Geräte des Parcours Lehrern und Übungsleitern von Sportvereinen zu erklären.

Die Geräte sind auf eine Lebensdauer von zehn bis 15 Jahre ausgelegt und wartungsfrei. Die Haftung entspricht den Richtlinien bei anderen öffentlichen Einrichtungen wie beispielsweise bei Kinderspielplätzen, das heißt: Benutzung auf eigene Gefahr.

von Siegfried Spörer

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