Noch mehr Kindergartenplätze

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Der Franziskus-Kindergarten könnte schon 2017 von der Ludwigstraße in die Schrannenstraße ziehen. Dazu ist allerdings ein Neubau erforderlich, der auf dem Grundstück des ehemaligen Feuerwehrgebäudes entstehen könnte. Der Stadtrat muss dem Vorhaben noch zustimmen.

Buchloe – In Buchloe fehlen Kitaplätze. Das ist das Ergebnis der fortgeschriebenen Bedarfsplanung, die jüngst im „Arbeitskreis Kindertagesstätten“ diskutiert wurde. Bürgermeister Josef Schweinberger machte in dem Gremium vor Kindergartenleiterinnen, Elternvertreter und Stadträten klar, dass man um den Bau eines neuen Kindergartens nicht herum kommen werde.

Dabei war es gerade einmal ein paar Tage her, dass der Stadtrat sich mit dem Thema Kindergärten beschäftigen musste. Wie derKreisbote berichtet hatte, soll ein Gutachten klären, ob der Franziskus-Kindergarten noch saniert werden kann oder gleich neu gebaut werden muss. 

Die Kindertagesstätte ist die älteste in Buchloe. Bereits 1998 wurde das hundertjährige Jubiläum gefeiert. Der Kindergarten hatte bisher drei Gruppen. Eine Erweiterung auf vier Gruppen war wegen des gestiegenen Bedarfes bereits geplant. 

Unabhängig davon, ob das Gebäude in der Ludwig­straße abgerissen oder saniert wird, der Kindergartenbetrieb muss auf jeden Fall weitergehen. Schweinberger skizzierte als Lösungsansatz daher, den Franziskus-Kindergarten von der Ludwigstraße in die Schrannenstraße zu verlegen. Auf dem Gelände des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses soll ein Neubau entstehen. Das ehemalige Feuerwehrgebäude selbst muss dann abgerissen werden. 

Das Grundstück, so Josef Schweinberger, gehöre ohnehin der Stadt, es sei groß genug und zentrumsnah. Ebenso seien genügend Parkplätze vorhanden. Der Rathauschef schätzt die Baukosten auf 3,5 Millionen Euro. Dazu kämen dann Zuschüsse des Landes, die er noch nicht quantifizieren konnte.

 Vor allem muss alles ganz schnell gehen, sagte Schweinberger. Eine Förderung ist nur noch möglich, wenn der Kindergarten noch im Jahr 2017 in Betrieb geht. Der Fahrplan steht inzwischen auch. Nach einer Informationsveranstaltung für die Eltern im März soll das Thema danach erneut im Stadtrat behandelt werden. Das Grundstück des jetzigen Kindergartens in der Ludwig­straße soll nach dem Willen des Bürgermeisters auf jeden Fall für den zukünftigen Kindergartenbedarf frei bleiben. Der Rathauschef betonte, dies könne früher als erwartet passieren. Die Nachfrage nach Baugrundstücken sei in der Stadt ungebrochen. 

Buchloe bietet derzeit dem Nachwuchs in den Kindertagesstätten St. Antonia, Don Bosco, Franziskus und St. Georg und Wendelin in Lindenberg 107 Plätze in Krippen und 335 reguläre Kindergartenplätze. Im Kindergartenjahr 2016/2017 wird Buchloe Ost hinzukommen. Hauptgrund für die Notwendigkeit, weitere Kitaplätze bereitzustellen, ist natürlich die Tatsache, dass die Stadt an der Gennach weiter auf Wachstumskurs ist. Alleine in den neuen Baugebieten im Buchloer Osten und Westen entstanden und entstehen derzeit rund 170 Wohnungen. Das sind 400 bis 500 Menschen, die innerhalb der Stadtgrenzen wohnen werden, darunter viele junge Familien. 

In der Konsequenz bedeutet diese Tatsache aber auch, dass die Infrastruktur mit dem Bevölkerungswachstum Schritt halten muss. Dazu gehören Kinderkrippen-, Kindergarten- und letztlich auch Schulplätze. Im Buchloer Osten entsteht derzeit inmitten der Neubaugebiete der Kindergarten „Storchenkinder“. Der Kindergarten ist jetzt schon ausgebucht, obwohl der Rohbau gerade einmal abgeschlossen ist. 

Schweinberger betonte, vor allem bei den Krippenplätzen sei die Nachfrage größer als erwartet. 2013 hätte die Nachfrage nach Krippenplätzen innerhalb eines Geburtenjahrgangs noch bei rund 33 Prozent gelegen. 2015 seien es schon 47 Prozent gewesen. „Ich halte die Investitionen in Kindergärten für absolut gut angelegtes Geld“, sagte Buchloes Bürgermeister unserer Zeitung.

von Siegfried Spörer

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