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Stadträtin Michaela Schilling wechselt von der UBI zur CSU

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Von: Agnes Reißner

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Stadträtin Michaela Schilling
Michaela Schilling. © Privat

Buchloe – Gerade einmal zweieinhalb Wochen ist es her, dass die Buchloer Stadträtin Michaela Schilling ihren Wechsel von der UBI (Die Unabhängige Bürgerinitiative) zur CSU (Christlich-Soziale Union) offiziell machte. Damit ändern sich die Machtverhältnisse der Parteien, weshalb jetzt in der jüngsten Stadtratssitzung die Karten neu gemischt wurden.

„Heute spielen wir Reise nach Jerusalem“, verlautete Martina Schwendner (FDP) zu Beginn der Sitzung und hatte damit nicht Unrecht. Michaela Schilling saß nicht wie sonst auf der rechten Seite im provisorischen Sitzungssaal des Feuerwehrhauses, sondern hat einen Platz auf der gegenüberliegenden Seite gefunden. Am 18. November hatte die CSU-Stadtratsfraktion ihre Zustimmung dafür gegeben. Konkret bedeutet dies, dass sich die UBI so von vier auf drei Mitglieder im Stadtrat reduziert, während die CSU auf neun ausbauen kann.

Gemäß des sogenannten Spiegelbildgebotes müssen aber auch die Gremien und Ausschüsse den Wählerwillen hinsichtlich der prozentualen Verteilung widerspiegeln. Im konkreten Fall hat dies Auswirkungen auf die Sitzverteilung des Haupt-, ­Bau-, Umwelt-, Werk- und Rechnungsprüfungsausschusses, sowie die Verbandsversammlungen der VG Buchloe sowie des Mittelschulverbandes. So verliert Herbert Wintersohl (UBI) seinen Platz im Bauausschuss, Schilling rückt nach, im Umweltausschuss sieht es genau andersherum aus. Im Falle des Rechnungsprüfungsausschusses musste das Los entscheiden, ob die SPD oder die FDP einen Sitz erhält. Die Wahl fiel auf Manfred Beck (SPD), ebenfalls neu ist Irmgard Ablasser (CSU). In der Verbandsversammlung der VG Buchloe wird in Zukunft Karin Pfisterer (UBI) statt Schilling die Interessen der Stadt vertreten, beim Mittelschulverband entschied wiederum das Los zwischen der UBI und den Grünen. Losfee Barbara Tugemann vom Baumamt entschied sich für zweitere, sodass in Zukunft Marc Hessel (Grüne) dieses Amt bekleiden wird. Darüber hinaus verliert Schilling ihr Amt im Arbeitskreis Kita Honsolgen- Hausen, das inzwischen Pfisterer bekleidet.

Im Zuge dieser Neubesetzungen stellte Stadtratsmitglied Rudolf Grieb (UBI) den Antrag, das Amt der Jugendvertreterin der Stadt neu zu besetzen, weil sonst beide Vertreter aus den Reihen der CSU stammen würden. Dies muss nun rechtlich geprüft werden, ebenso der Vorschlag durch die CSU, alle Ausschüsse neu zu besetzen.

Neben diesem großen Tagesordnungspunkt informierten Bürgermeister Robert Pöschl (CSU) und Geschäftsstellenleiter Markus Salger über eine Umfrage des Freistaates zur hybriden Sitzungsform. Nur 6,4 Prozent aller Kommunen hätten dieses Angebot angenommen, Buchloe sei hier also eindeutig Vorreiter. So nahm beispielsweise Franz Lang (FWV) in der vergangenen Sitzung die Möglichkeit wahr. Vermutlich wird die bisher auf 2022 beschränkte Sitzungsform von der Regierung auch über das Jahr hinaus verlängert werden.

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