Buchloe will die Wasserzähler austauschen

Wasserstand per Funksignal

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Moderne Elektronik steuert die Wasserversorgung der Stadt Buchloe. Das Foto zeigt das neue Wasserwerk. Nun will man den nächsten Schritt gehen, und die Wasserzähler in den Haushalten auf Funkablesung umstellen.

Buchloe – Einmal im Jahr werden die Wasserzähler abgelesen. Für die Stadt war das bislang ein großer Aufwand, denn die Zähler wurden manuell abgelesen. Vier Mitarbeiter waren vier bis sechs Wochen unterwegs, sagte Stadtbaumeister Herbert Wagner vor dem Werksausschuss. Das soll nun anders werden. Die Stadtverwaltung schlug vor, die Wasserzähler auf funkauslesbare Zähler mittels Ultraschall umzustellen.

Buchloes 3. Bürgermeister Herbert Barthelmes, der die Sitzung leitete, erinnerte daran, dass man nach der Modernisierung des Wasserwerkes nun auch diesen Schritt gehen sollte, der viele Vorteile sowohl für die Verbraucher als auch für die Stadt bringen werde.

In der Sitzungsvorlage hatte Stadtbaumeister Herbert Wagner die Vorteile aufgelistet. Da das Ablesen der Zähler durch Funkübertragung erfolgt, müssten die Gebäude nicht mehr vom Wasserwerkspersonal besucht werden. Gerade wenn die Haus- oder Wohnungsinhaber nicht zu Hause seien, hätte das oft einen erheblichen Mehraufwand bedeutet.

Zukünftig müssen die Mitarbeiter des Wasserwerkes die einzelnen Straßen der Stadt abfahren, natürlich mit einem entsprechenden Empfangsgerät. Sie sind dann auch nicht mehr vier bis sechs Wochen unterwegs sondern nur noch rund zwei Tage. Das ist natürlich noch Zukunftsmusik, denn der Umtausch der Wasserzähler im gesamten Stadtgebiet wird sich auf einen Zeitraum von rund sechs Jahren erstrecken.

Für Wagner gibt es noch einen ganz wichtigen Punkt. Dank der modernen Technik können die Wasserverluste gesenkt werden, da die Elektronik sehr zeitnah Meldung erstattet, beispielsweise über einen Rohrbruch.

Zu den weiteren Vorteilen zählt, dass die abgelesenen Daten direkt für die Erstellung der Abrechnungsbescheide in die EDV eingelesen und ausgewertet werden. Auch hier sei eine enorme zeitliche und finanzielle Einsparung gegeben, sagte der Stadtbaumeister. So sei auch eine Stichtagabrechnung zum 31. Dezember jedes Jahres möglich.

Der Bayerische Landesbeauftragte für Datenschutz hat dem Einbau von funkauslesbaren Zählern zugestimmt. Allerdings können Verbraucher gegen die Funkablesung Einspruch einlegen – nicht aber gegen den Einbau der neuen Zähler. Dann muss die Stadt die Daten weiterhin manuell ablesen, Hausbesuch inklusive. Wagner wies darauf hin, dass dieses manuelle Verfahren für den Verbraucher teurer wird, da die Kosten dann weitergegeben werden.

Bei älteren Gebäuden, die vor 1985 errichtet wurden, muss ein entsprechender Wasserzählbügel nachgerüstet werden. Die Kosten des Bügels übernimmt die Stadt, die Kosten für die Anbringung muss der Haus- oder Wohnungsbesitzer bezahlen. Das sei so in der Satzung verankert, sagte der Stadtbaumeister.

Buchloe ist nicht die erste Kommune, die auf funkauslesbare Wasserzähler umstellen wird. Viele große Städte haben das Verfahren schon eingeführt. Es gibt auch keine Bedenken wegen der Ultraschallimpulse, sagte Wagner. Störungen bei elektronischen Geräten seien nicht zu erwarten.

Die Eichgültigkeit der bisherigen Wasserzähler, die bei sechs Jahren liegt, kann mittels eines Stichprobenverfahrens auf 15 Jahre verlängert werden.

Bürgermeister Barthelmes sagte, man werde mit der Umtauschaktion dort beginnen, wo die sechsjährigen Eichzeiträume ablaufen. Die Stadt rechnet in der sechsjährigen Umtauschphase mit jährlichen Kosten von 45.000 Euro.

Die Werksausschuss gab dem Stadtrat einstimmig die Empfehlung, die Wasserzähler auf die funkauslesbaren Zähler umzustellen. Auch die damit notwendige Anpassung der Wasserabgabesatzung fand die Zustimmung der Stadträte im Werksausschuss. Der Stadtrat wird darüber in einer der nächsten Sitzungen entscheiden.

von Siegfried Spörer

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