Gute Aussichten für den Südosten

Buchloer Bauausschuss stellt Weichen für Sanierung des Freibades

Freibad Buchloe
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Für das Buchloer Freibad ist eine Sanierung geplant.

Buchloe – Zum zehnten Mal tagte der Buchloer Bauausschuss in dieser Legislaturperiode. Eine stattliche Zahl, fand Bürgermeister Robert Pöschl, vor allem wenn man die erschwerten Umstände im vergangenen Jahr berücksichtige. Und so geht in Sachen Bau in der Stadt einiges voran. Jetzt soll ein Planungsbüro mit der Sanierung des Freibades beauftragt werden.

Ende März dieses Jahres fand hierfür die erste Sitzung des Arbeitskreises Freibad statt, in der auch Thomas Forster als Leiter des Freibades und Andreas Baumgartner, Vorsitzender der Wasserwacht Buchloe, ihre Sicht auf die Dinge darlegten. Laut Pöschl gebe es schon seit Jahren Überlegungen hinsichtlich einer Sanierung. In der Sitzung des Arbeitskreises wurden auch solche Punkte aus den Jahren 2012, 2013 und 2014 wieder aufgegriffen und diskutiert. So sei die Anschaffung einer dritten Pumpe und eines dritten Filters dringend notwendig, um Schmutzpartikel aus dem Wasser zu filtern. Auch die Anbindung an das Blockheizkraftwerk des Hallenbades und die Errichtung einer zweiten Rutsche sind genauso wie die Erweiterung des Kinderbereiches angedacht. Im Moment fehlt außerdem ein Behinderten-WC.

Ideen sind noch Zukunftsmusik

Zurzeit sind diese Ideen alle noch Zukunftsmusik und müssen entsprechend ihrer Sinnhaftigkeit und Rentabilität geprüft werden. Einstimmig entschied sich das Gremium deshalb für die Beauftragung eines Planungsbüros für die Grundlagenermittlung und Erstellung einer Prioritätenliste. Die Ziele und Wünsche des Arbeitskreises stehen dabei schon fest: „Die Erhöhung der Attraktivität, ein modernes Energiekonzept, die Verbesserung der Familienfreundlichkeit und die Verbesserung der Technik der Infrastruktur“, fasste es Pöschl zusammen. Er dankte wiederum dem „hervorragenden Personal“ im Zusammenhang mit dem Freibad, das es im vergangenen Jahr ermöglicht habe, zu öffnen. Der Bürgermeister hoffe, dass dies auch in diesem Jahr wieder möglich sein wird.

Auch in der Nachbarschaft des Freibades steht eine Änderung an: Der Bauausschuss hielt Vorberatung über den Bebauungsplan Südost III im Bereich Zugspitzstraße und Nebelhornstraße. Dort wurde in den 1960er Jahren lediglich eine Bebauung E, sprich eine eingeschossige Bebauung mit Dach, festgelegt. Um nun neuen Wohnraum zu schaffen und entsprechend einer Nachverdichtung zu handeln, soll eine Möglichkeit geschaffen werden, die Bungalows dort aufzustocken. Warum diese Regelung damals getroffen wurde, kann von der Verwaltung nicht mehr nachvollzogen werden. Für den Bebauungsplan wäre aufgrund des hohen Alters eine komplette Überarbeitung notwendig. Weil aber bereits konkrete Wünsche von einem Bauwilligen vorliegen, soll zunächst ein Änderungsbeschluss schnellere Handlungsmöglichkeit ermöglichen.

Im Rahmen dieser 12. Änderung sollen neben der Abwandlung von E auf E+1 neben Satteldächer auch Walmdächer als Dachform zugelassen werden. Gleichzeitig soll der bisherige Bebauungsplan digitalisiert werden, was mit Kosten von ungefähr 12.000 Euro verbunden wäre, aber in Zukunft eine enorme Erleichterung für die Verwaltung bedeuten würde. Für diese Punkte sprachen sich die Anwesenden einstimmig aus, eine endgültige Entscheidung kann aber erst der Stadtrat am 11. Mai treffen.

Daneben standen auch diverse Bauanträge auf der Tagesordnung, die – der relativ großen Besucherzahl nach zu urteilen – im Interesse der Öffentlichkeit standen. Ein größeres Projekt ist dabei der Neubau von drei Reihenhäusern in der Alexander-Moksel-Straße, für die der Bauausschuss einstimmig sein Einvernehmen erteilte. Anders sah es bei Anträgen auf Befreiung vom Bebauungsplan beziehungsweise von der Ortsgestaltungssatzung aus. Hier wurde das Einvernehmen mit einer Gegenstimme nicht erteilt. „Jeder Antrag ist zwar für sich durchaus nachvollziehbar, wenn wir aber einmal eine Ausnahme machen, müssen wir sie immer machen. Wo fangen wir da an und wo hören wir auf?“, äußerte sich Martina Schwendner (FDP) in diesem Zusammenhang.

Agnes Reißner

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