Buchloer Baugebiet im Osten kann nächstes Jahr bebaut werden

Eine riesen Nachfrage

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Die Erschließungsarbeiten im neuen Buchloer Baugebiet sind fast abgeschlossen. Einige der Straßen sind schon asphaltiert. Schon im nächsten Jahr kann mit dem Häuslebau begonnen werden.

Buchloe – Die Grundstücke im neu ausgewiesenen Baugebiet im Buchloer Osten sind der große Renner. Die Nachfrage war riesengroß, bestätigte 2. Bürgermeister Manfred Beck unserer Zeitung. Die Bewerbungsfrist für den Kauf eines Grundstückes war im Juni dieses Jahres abgelaufen.

Das rund 5000 Quadratmeter große Baugebiet liegt zwischen der Autobahnausfahrt Buchloe Ost und dem Kreisverkehr Landsberger Straße auf der rechten Seite. Derzeit laufen die restlichen Erschließungsarbeiten. Gasleitungen, Wasser- und Abwasserleitungen und die Schächte für Elektro- und Nachrichtenkabel sind größtenteils schon verlegt. Die ersten Straßen und Gehwege sind auch schon asphaltiert. Die Erschließungsarbeiten liegen voll im Zeitplan und sollen noch in diesem Jahr zu Ende gebracht werden.

Rund 100 Wohneinheiten entstehen in Buchloe Ost. Es soll eine Mischung aus Ein- und Doppelhäusern, Reihenhäuser und Mehrfamilienhäusern werden. Wer jetzt schon seine Finanzierung unter Dach und Fach, den Notarvertrag unterschrieben und den Bauantrag genehmigt bekommen hat, kann im Frühjahr 2018 mit dem Bau seines Hauses beginnen.

Für die Stadt Buchloe bedeutet das neue Baugebiet ein weiteres Wachstum der Einwohnerzahl. Inoffiziell sollen es rund 13.100 derzeit sein. Wenn im Jahr 2020 alle neuen Häuser in Buchloe Ost bezogen sind, rechnet die Stadt mit 500 weiteren Einwohnern.

Buchloe ist nicht zuletzt wegen der Autobahnanbindung ein attraktiver Wohnort im weiteren Speckgürtel von München. Dazu verfügt Buchloe über ein attraktives Fahrplanangebot der Bahn. Sollte wirklich einmal der Wunsch von Bürgermeister Josef Schweinberger nach einer Express-S-Bahn zwischen München und Buchloe umgesetzt werden, wird die Attraktivität der Stadt weiter wachsen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Strecke elektrifiziert ist.

Stolz ist man im Rathaus auf die Infrastruktur, die Buchloe als Wohnort so attraktiv macht. Dazu gehören moderne Kindergärten, alle Schulformen bis hin zum Gymnasium, ein Schwimmbad und ein Hallenbad, eine Eislaufhalle, das Einkaufszentrum in der „Neuen Mitte“ und viele Sportvereine, um nur einige Beispiele zu nennen.

Ein Teil der Bauplätze im neuen Baugebiet Buchloe Ost ist nach dem sogenannten Einheimischenmodell vergeben worden. Der Quadratmeterpreis für diese 22 Bauplätze liegt bei 250 Euro. Weitere elf Bauplätze sind bei einem Quadratmeterpreis von 320 Euro frei verkäuflich, also nicht an die Bedingung gebunden, bereits in Buchloe zu wohnen. Ganz ohne Bedingungen wurden und werden diese freiverkäuflichen Grundstücke allerdings nicht vergeben. Die Erwerber verpflichten sich, mit dem Hausbau innerhalb von zwei Jahren zu beginnen, das Grundstück innerhalb von 15 Jahren nicht ohne Zustimmung der Stadt zu verkaufen und natürlich dort ihren Hauptwohnsitz anzumelden. Der Stadt Buchloe ist ein Wiederkaufrecht einzuräumen.

Mit einem ausgeklügelten Punktesystem vergab und vergibt die Verwaltung die Grundstücke im Einheimischenmodell. Bevorzugt werden Familien mit Kindern. Wer behinderte oder pflegebedürftige Menschen beherbergt, darf ebenfalls mit Punkten rechnen, ebenso diejenigen, die in unangemessenen Wohnverhältnissen leben. Belohnt wird auch, wer seinen Arbeitsplatz in der Stadt hat oder eine ehrenamtliche Tätigkeit in Buchloe nachweisen kann.

Ziel der Stadt ist es, möglichst junge Familien anzusiedeln. Diesem Ziel ist Buchloe mit dem Baugebiet Ost einen weiteren großen Schritt näher gekommen.

von Siegfried Spörer

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