In die Jahre gekommen

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Der Bauausschuss der Stadt konnte sich von den Mängeln des in die Jahre gekommenen Eisstadions überzeugen. Zunächst soll ein Sanierungsplan aufgestellt werden.

Buchloe – Das Eisstadion der Stadt ist in die Jahre gekommen. Nach 40 Jahren sind viele Bereiche sanierungsbedürftig. Eigentlich alles in der Eissporthalle wirkt aufgrund des Alters schmuddelig oder abgenutzt.

Dazu kommt, dass die sechs Umkleidekabinen samt Duschen zu klein sind. Auch die 20 Jahre alte Eismaschine zeigt inzwischen Ermüdungserscheinungen. Der Eissportverein hatte bei der Stadt Alarm geschlagen. 

Das Thema landete zunächst im Bauausschuss, der in seiner jüngsten Sitzung zu einer Ortsbesichtigung unter Leitung von Bürgermeister Josef Schweinberger antrat. „Wir wollen uns zunächst ein Bild machen“, betonte der Rathauschef gegenüber Florian Warkus, dem sportlichen Leiter des Eishockey-Vereins, der den Bauausschuss durch die Halle führte. 

Die Bauausschussmitglieder konnten dann auch mit eigenen Augen sehen, was gemacht werden muss. Jede der sechs Kabinen wurde inspiziert. Wenig Gefallen fanden die Räte am Gummi-Noppenboden, der über 30 Jahre alt ist und Risse zeigt, ebenso wie das alte und verschlissene Mobiliar. 

Keine billige Sanierung 

„Ich muss klar stellen: Wir sind die Eigentümer des Eisstadions“, betonte Buchloes Bürgermeister Josef Schweinberger, dem bereits bei der Besichtigung klar war, dass die Sanierung nicht billig wird. Über das weitere Prozedere müssen sich Vertreter des Eissportvereins nun mit der Stadt einigen. Zunächst soll ein Sanierungsplan aufgestellt werden.

Der Buchloer Eissportverein wurde bereits 1961 gegründet. Heute hat der Verein über 600 Mitglieder. Es wird aber nicht nur Eishockey gespielt. Auch Eiskunstlauf und Eisstockschießen gehören zum sportlichen Angebot des Vereins. Auch in der Jugendarbeit ist der ESV aktiv. Nach Angaben von Florian Warkus sind 250 Kinder und Jugendliche im Verein integriert. 

Geschichtliches zum Eisstadion 

Gespielt wurde vor der Fertigstellung der Eissporthalle zunächst auf dem Postweiher am Hofangerweg. Der erwies sich jedoch schnell als zu klein. Also wurde ein sumpfiges Gelände an der Eschenlohstraße gepachtet und mit vielen fleißigen Helfern hergerichtet. Ein umgebauter Hühnerstall diente als Umkleidekabine. 1976 fiel dann im Stadtrat der Beschluss für ein Kunsteisstadion, die Inbetriebnahme und Einweihung erfolgte 1978.

von Siegfried Spörer

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