14 Prozent mehr Unfälle

Buchloer Polizei legt ihre Unfallstatistik für das Jahr 2019 vor

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Die Laserpistole der Buchloer Polizei kam statistisch im Schnitt täglich 26 Minuten zum Einsatz. Da keine Beweisfotos gemacht werden können, werden die Autofahrer sofort angehalten.

Buchloe – Seit Jahren steigt die Zahl der Verkehrsunfälle im Bereich der Polizeiinspektion (PI) Buchloe an. Waren es vor zehn Jahren noch 441 Unfälle, zeigt die Statistik, die die Polizei jetzt vorlegte, im Jahr 2019 schon 624 Unfälle. Gegenüber dem Vorjahr (547 Unfälle) sind das 14 Prozent mehr.

Es sind oft erschreckende Unfallbilder, die sich bei Polizeibeamten ins Gedächtnis einbrennen. Leider musste die Buchloer Polizei auch 2019 wieder zwei Verkehrstote vermelden. Bei dem Horror-Unfall auf der B12 spielte darüber hinaus noch Alkoholkonsum des Unfallverursachers eine Rolle. An einem Sonntagmorgen im September war der Autofahrer auf die Gegenfahrbahn geraten und dort mit einem anderen Auto zusammengeprallt. Zwei Menschen starben noch am Unfall­ort. Drei Schwerverletzte wurden in Krankenhäuser gebracht.

Auch Steigerung der Trunkenheitsfahrten

Unfälle, bei denen Alkohol im Spiel ist, bringen Bernhard Weinberger und seine Kollegen immer wieder in Rage. Der Leiter der PI Buchloe musste auch 2019 wieder eine Steigerung bei Alkohol-Unfällen vermelden. 2018 waren es acht Unfälle, 2019 sogar zehn Unfälle mit den besagten beiden Toten und fünf verletzten Personen.

41 Autofahrer wurden 2019 alkoholisiert am Steuer erwischt. Ein Jahr zuvor waren es 37 Verkehrsteilnehmer. 23 Autofahrer hatten zwischen 0,5 und 1,09 Promille, 18 Personen hatten sich sogar in die absolute Fahr­untüchtigkeit getrunken. Die liegt bei Autofahrern bei 1,1 Promille und bei Radfahrern bei 1,6 Promille. Der Führerschein war für die betroffenen Personen weg. Auch die Drogenfahrten bereiten der PI Sorgen. Zwölf Kraftfahrer wurden im Berichtsjahr unter Drogeneinfluss aus dem Verkehr gezogen. In den meisten Fällen wurde ein sogenannter Idiotentest angeordnet.

Mehr Verletzte

Die Zahl der Unfälle mit Verletzten stieg von 87 im Jahr 2018 auf 99 im Jahr 2019. Das entspricht einer Steigerung von 14 Prozent. Die Zahl der Verletzten blieb gegenüber dem Vorjahr fast gleich. Registriert wurden 91 Leicht- und 27 Schwerverletzte. Laut Statistik gab es 2019 drei leicht verletzte Kinder bei Schulwegunfällen.

Erheblich war auch der Anstieg im Bereich der Unfälle mit Sachschaden. Hier stiegen die Unfälle von 134 auf 167 im Berichtsjahr an. Meist handelt es sich nach Auskunft der Polizei um Vorfahrtsverletzungen und zu schnelle Fahrweise bei schlechten Witterungsverhältnissen.

Ärgerlich ist auch die Entwicklung bei den angezeigten Unfallfluchten. Diese stiegen von 68 auf 96 Fälle, was einer Steigerung von 41 Prozent entspricht. Immerhin konnte jede zweite Unfallflucht aufgeklärt werden.

Unfallgegner: Wildsau

Die Wildunfälle stiegen 2019 um zwölf Prozent auf insgesamt 186 Fälle. Besonders häufig waren mit 130 Fällen wieder einmal Rehe in die Unfälle verwickelt, gefolgt von 18 Füchsen, zehn Dachsen, acht Wildschweinen, sieben Hasen und einem Greifvogel sowie zwei weiteren Tierarten.

Immer wieder kommen Autofahrer ohne Fremdeinwirkung von der Straße ab. In den meisten Fällen vermutet die Polizei Ablenkung durch Handybenutzung. Wer mit Handy in der Hand erwischt wird, muss 100 Euro Geldbuße bezahlen und erhält noch einen Punkt in Flensburg.

Das Lasergerät der Buchloer Polizei kam auch im Jahr 2019 wieder zum Einsatz. Es gab 391 Beanstandungen über zu schnelles Fahren. In 277 Fällen wurde ein Verwarnungsgeld verhängt. Wer noch schneller unterwegs war, musste mindestens 60 Euro oder auch mehr bezahlen. Den Punkt in Flensburg gab es obendrauf.


Siegfried Spörer

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