Erst die Ergebnisse abwarten

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Die Stadt Buchloe möchte die Elektromobilität weiter fördern und schlägt die Errichtung zusätzlicher Ladestationen vor. Unser Foto zeigt die Ladestationen, die im Rahmen eines Forschungsvorhabens am Bahnhof installiert wurden.

Buchloe – Die Stadt will weiter die Elektromobilität fördern. Bauamtsleiter Manfred Pistel brachte einen entsprechenden Antrag in die jüngste Stadtratssitzung ein. Sein Vorschlag: Die Stadt stellt den Lechwerken Flächen für Ladestationen kostenfrei zur Verfügung.

Dafür erntete Pistel großes Lob von Stadtrat Lothar Scholze (UBI). Dass der Antrag dann aber letztlich keine Mehrheit fand und vertagt wurde, war dem Umstand geschuldet, dass die Ergebnisse des großen Feldversuches „ePlanB“ noch nicht vorlagen. Wie bereits mehrfach berichtet, wurden für Pendler am Bahnhof Ladestationen errichtet, um eine „intelligente“ Ladesteuerung zu erproben. Das heißt, die Fahrzeuge werden nur dann geladen, wenn genügend erneuerbare Energie zur Verfügung steht. Die Elek­trofahrzeuge waren den Teilnehmern an dem Versuch jeweils für ein halbes Jahr kostenlos zur Verfügung gestellt worden.

Insgesamt waren von den 16 Ladepunkten am Bahnhof 14 für die Teilnehmer des Forschungsprojektes reserviert worden. Von den Teilnehmern sei immer wieder sehr positiv hervorgehoben worden, dass quasi ein reservierter Parkplatz zur Verfügung gestanden habe, sagte Pistel. Diese Flächen vor den Ladestationen könnte nun nach Ende des Feldversuches an die Lechwerke kostenlos verpachtet werden, um die Elektromobilität weiter zu fördern. Auf jeden Fall müsse man versuchen, dass diese Ladein­frastruktur erhalten bleibe, betonte Pistel.

Derzeit gibt es neben den Ladestationen am Bahnhof einen LEW-Energiepunkt in der Bahnhofstraße und weitere am Parkplatz Mittelschule und am Parkplatz Gymnasium.

Darüber hinaus könnte die Stadt Buchloe weitere öffentliche Flächen zur Verfügung stellen, an denen zusätzliche Ladestationen errichtet werden. Als Beispiele nannte Pistel den Immleplatz, den Parkplatz Mühlenweg, den Parkplatz an der Stadtpfarrkirche, den Parkplatz am Rathaus, den Parkplatz an der Comenius Grundschule oder auch den Pendlerparkplatz an der Autobahnanschlussstelle Buchloe Ost.

„Wir sollten die Ergebnisse des Feldversuches erst einmal abwarten“, plädierte Robert ­Pöschl (CSU), zumal überhaupt noch nicht klar sei, ob die großen Energieversorger bereit seien, in die Elektroinfrastruktur auf dem Land zu investieren. Es zeichne sich eher ab, dass die Energieversorger auf die heimischen Steckdosen in den Garagen verweisen. Man müsse jetzt auch nicht im vorauseilenden Gehorsam handeln, das war auch die Meinung einiger Stadträte. Elfriede Klein störte sich daran, dass man den Lechwerken die Flächen kostenfrei zur Verfügung stellen wolle. Im Übrigen seien die Nutznießer des Feldversuches die Allgäuer und nicht die Buchloer gewesen. Bürgermeister Manfred Beck wies darauf hin, dass alle Parkplätze am Bahnhof kostenfrei seien, nicht nur an den Ladestationen.

von Siegfried Spörer

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