Buchloes Bauausschuss behandelte in seiner jüngsten Sitzung intensiv Verkehrsthematik

Themenschwerpunkt Verkehr

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Eines der Themen war die Verkehrsgefährdung von Radfahrern durch Autofahrer in der vielbefahrenen Bahnhofsstraße. Das vorgeschlagene Schild war aber laut Polizei nicht zulässig.

Buchloe – Auffällig viele Verkehrsthemen standen auf der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Dies war der Tatsache geschuldet, dass der Verkehrsausschuss im vergangenen Monat aufgelöst worden war und die Themen zukünftig im Bauausschuss behandelt werden sollten (wir berichteten).

Der amtierende Bürgermeister Manfred Beck (SPD) hatte damals seinen Vorschlag damit begründet, man könne sich viel Arbeit und Zeit ersparen, da der Verkehrsausschuss kein Beschlussorgan sei und alle relevanten Themen ohnehin noch einmal im Bauausschuss beziehungsweise im Stadtrat behandelt werden müssten.

Ärger gab es in der Vergangenheit immer wieder in der Bahnhofsstraße 57 beim Friseursalon Mayer. Dort wurde ein ums andere mal auf dem Gehweg geparkt, obwohl durch „Fußabdrücke“ eine Kennzeichnung aufgebracht war, der die Autofahrer darauf hinwies, dass es sich um einen Gehweg und nicht um Parkplätze handelt. Auch die Polizei hatte diese Ordnungswidrigkeit immer wieder geahndet, ohne durchschlagenden Erfolg. Nunmehr sollen Poller aufgestellt werden, die ein Parken auf dem Gehweg verhindern.

Abgelehnt wurde dagegen ein Antrag des Verbandes für Blinde, eine Spur mit gelben Fußabdrücken zwischen dem Bahnhof und dem Café Moritz zu markieren, da dies letztlich eine „Wettbewerbsverzerrung“ darstellen würde. Andere Gaststätten könnten dies dann auch fordern.

Ebenfalls abschlägig beschieden wurde die Forderung, Stopp-Schilder an den Einmündungen Waaler Straße/Münchner Straße und bei der Gemeindeverbindungsstraße Buchloe-Hausen/Münchner Straße aufzustellen. Der Arbeitskreis Verkehr hatte das Thema schon einmal vorberaten und war zu dem Schluss gekommen, Stopp-Schilder seien unnötig. Wohl aber sollten weiße Fahrbahnmarkierungen bei der Einmündung an der Gemeindeverbindungsstraße Buchloe – Hausen/Münchner Straße zur Verdeutlichung der Vorfahrtsregelung beitragen. Das Schild „Vorfahrt achten“ soll versetzt werden, damit die Autofahrer dies besser erkennen können.

Unter Beobachtung steht weiterhin die Parksituation in der Bürgermeister-Förg-Straße vor der Kindertagesstätte „Storchenkinder“. Beschlossen wurde, an der Einfahrt zum Parkplatz der Kindertagesstätte ein Schild anzubringen, welches das Parken nur noch dem Personal der Kindertagesstätte und den Eltern gestatten. Eine zeitliche Begrenzung an den Parkbuchten entlang der Kindertagesstätte wurde abgelehnt, allerdings soll die Situation weiter beobachtet werden.

Zugelassen hat der Bauausschuss die Aufstellung von zwei Verkehrsspiegeln an der Augsburger Straße. Allerdings müssen sich die Antragsteller mit den betroffenen Grundstückseigentümern einigen und die Verkehrsspiegel selber bezahlen.

Stadtrat Josef Schmalholz hatte dem Verkehrsausschuss vorgeschlagen, an der Kreuzung Bahnhofstraße/Hindenburg­straße die Linksabbiegemöglichkeit abzuschaffen. Beschlossen wurde, vorerst keine Änderung vorzunehmen und die Situation weiter zu beobachten.

Keinen Durchbruch konnte Stadtrat Rudolf Grieb mit seiner Forderung erzielen, an der Bahnhofsstraße Schilder aufzustellen, die die Autofahrer auffordern, zu Radfahrern mindestens eineinhalb Meter Abstand zu halten. Die Polizei hatte ein derartiges Schild abgelehnt, da es nicht zulässig sei. Aufgegeben hat Rudolf Grieb allerdings noch nicht. Er beantragte ein anderes Schild.

Abgelehnt wurden die Anträge, Fahrbahnschwellen an der Straße „An der Allee“ einzubauen. Anwohner hatten sich beschwert, dass nach ihrer Ansicht Fahrzeuge in den Ortsstraßen „Am Graben“ und „An der Allee“ zu schnell fahren. Das Gremium hatte allerdings bezweifelt, dass die Gasse mit Geschwindigkeiten über 30 Kilometern pro Stunde befahren wird.

Weitere Beschlüsse waren: Der Drosselweg und das Teilstück der Bürgermeister-Förg-Straße können nicht als verkehrsberuhigte Zone ausgewiesen werden. Dort ist eine „Tempo 30-Zone“. Die Ausweisung einzelner Straßen als verkehrsberuhigte Zonen hält der Ausschuss nicht für sinnvoll.

Im Kreuzungsbereich Eschenlohstraße/Jahnstraße soll für die Ausfahrt Jahnstraße ein Verkehrsspiegel montiert werden. Die drei Fahrbahnschwellen in der Wiedergeltinger Straße sollen nicht abgebaut werden. Ein Anwohner hatte dies beantragt, da die Schwellen im Winter auch für Radfahrer eine Gefahr darstellen würden. Das Gremium war der Meinung, die Schwellen seien ein wirksames Instrument für eine Verkehrsberuhigung.

von Siegfried Spörer

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