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Welfen- und Karwendelstraße: Ferienausschuss berät über Garagen

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Von: Martina Staudinger

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Parkplatz in Buchloe, der Baugrundstück für Garagen werden soll.
Hier entstehen zwei Baukörper mit jeweils acht Garagen. Die Fläche wird asphaltiert. Der Maschendrahtzaun wurde schon niedergetreten. © Staudinger

Buchloe – Eine neue öffentliche Wegeführung im Buchloer Westen könnte es Fußgängern und Radfahrern, die von der Bahnunterführung kommen, in Zukunft ermöglichen, von der Karwendelstraße direkt in die Welfenstraße zu gelangen.

Diese Idee kam dem städtischen Bauamt laut Bürgermeister Robert Pöschl bei der Behandlung eines Tekturantrags der Sozialen Wohnungsbaugenossenschaft (WBG). Diese möchte für ihre Sozialbauwohnungen an der Welfenstraße 16 Garagen errichten, worüber der Ferienausschuss am Dienstag vergangener Woche beriet.

Die 16 Garagen sollen laut Antrag der WBG auf derselben Anzahl an bisherigen Stellplätzen entstehen, in zwei Blocks mit jeweils acht Einheiten. Sie erhalten Flachdächer mit extensiver Begrünung, wie Bauamtsleiterin Barbara Tugemann ausführte. Die Garagen werden allerdings nicht dort stehen, wo sie laut Bebauungsplan zulässig sind, um weniger Flächen zu versiegeln.

Der Schotterboden wird asphaltiert, damit der Winterdienst besser ermöglicht wird. Nördlich des Wohnhauses und des Mülltonnenhäuschens ist ein Spielplatz geplant. Mit 8:3 stimmten die Mitglieder des Ausschusses für den Antrag der WBG, für den einige Festsetzungsbefreiungen nötig sind.

So wird ein Stabmattenzaun, der teilweise mit Efeu begrünt wird, zwischen der Straße und einem der Gebäude nach Westen hin zwei Meter hoch, um einen Sichtschutz für eine Erdgeschosswohnung zu schaffen. Dahinter wird ein Erdwall von anderthalb Metern Höhe aufgeschüttet. Geplant ist, den südlichen Weg öffentlich zu widmen, wobei jedoch ohne die erteilte Befreiung eine maximale Zaunhöhe von 1,20 Metern erlaubt wäre.

„Städtebaulicher Gewinn“

Im Hinblick auf die mögliche, perspektivische Verlegung der Karwendelstraße entstand im Bauamt die Idee, den Weg südlich des Gebäudes mit der Hausnummer 11 für Fußgänger und Radfahrer öffentlich zugänglich zu machen und durch ihn eine Verbindung zwischen Karwendel- und Welfenstraße zu schaffen. Dadurch würde ein direkter Anschluss zum Bahnhof entstehen, der von der Welfenstraße über die Fußgängerampel an der Karwendelstraße bis zur Bahnhofsunterführung führt.

Fußgängerampel, Hecke Buchlohe
An der Stelle der Hecke hinter der Fußgängerampel ist eine Fußgängerverbindung zur Welfenstraße geplant. © Staudinger

Einige Fußgänger kürzten laut Bürgermeister schon heute dort unzulässigerweise ab, indem sie den Maschendrahtzaun niedertraten. Die mit dem öffentlichen Weg entstehende Erschließung in den Westen wäre ein „städtebaulicher Gewinn“ und schaffe eine wesentlich bessere Anbindung, sagte Pöschl. Zudem dient der Weg als Ausfahrt der Anwohner Richtung Welfenstraße. Da es sich bisher lediglich um eine Idee handelt, die dem Ausschuss im Zuge des Antags der WBG vorgestellt wurde, kam es hierbei noch zu keiner Abstimmung.

Der Vorschlag traf nichtsdestotrotz auf große Zustimmung unter den Mitgliedern des Ferienausschusses. „Es ist eine tolle Sache, dass man zukünftig dort abkürzen kann“, befand Bernhard Seitz (Freie Wähler). Er wies jedoch auf die Gefahrenlage hin, die von „angeschossen kommenden Radfahrern“ ausgehen könnte.

Pöschl stimmte ihm zu und verwies auf geplante Poller an der Zuwegung zur Karwendelstraße. Außerdem wolle man auf gute Einsehbarkeit achten. „Ich finde es gut, dass die Leute dann nicht mehr quer übers Grundstück laufen“, stellte Irmgard Ablasser (CSU) fest.

Lediglich die Breite des Weges von sechs Metern an der Karwendelstraße schien ihr zu groß, da er sich laut den Plänen nach Norden hin auf 4,25 Meter verjüngt. Der Bürgermeister begründete die Breite damit, dass der bestehende, weiterführende Weg zum Bahnhof dieselben Abmessungen habe.

Johann Weber (FW) befürwortete die Errichtung der Garagen, während Karin Pfisterer (UBI), die neu im Stadtrat sitzt (siehe eigener Artikel), die Asphaltierung zwischen den Garagen aufgrund der Versiegelung bemängelte. „Wenn es asphaltiert wird, sollen andere Bereiche begrünt werden“, schlug Bernd Gramlich vor (SPD). Michaela Schilling (UBI) pflichtete ihm bei und sprach sich für den Erhalt eines „wunderschönen“, schattenspendenden Ahornbaumes aus.

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