Eichhörnchen zählen

Bürgerforscher-Projekt „Eichhörnchen in Bayern“

Eichhörnchen
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Ein neugieriges Eichhörnchen.

Landkreis – Wo leben mehr Eichhörnchen – im Wald oder in der Stadt? So genau weiß das niemand. Der Bund Naturschutz will das mit Hilfe von engagierten Bürgern ändern. Seit einem Jahr sammelt er nun Daten über Eichhörnchen. „Wir wollen wissen, wie es den Eichhörnchen in Bayern geht und wie sie in unserer modernen Landschaft zurechtkommen“, erklärt Josef Kreuzer, 1. Vorsitzender vom Bund Naturschutz, Kreisgruppe Ostallgäu-Kaufbeuren.

Obwohl Eichhörnchen in Bayern noch flächendeckend verbreitet sind, leiden sie sehr unter dem zunehmenden Verlust alter Stadtbäume und dem Verlust älterer Bäume in Laub- und Mischwäldern. Nun gibt es eine erste Bilanz des Bürgerforscher-Projektes und Tipps für eine aktive Eichhörnchen-Hilfe. Im April 2020 startete der Bund Naturschutz das Bürgerforscher-Projekt „Eichhörnchen in Bayern“. Ehrenamtliche sollen helfen, Daten zu erfassen, um herauszufinden, wie es den Eichhörnchen in Bayern geht und wie sie in unseren Städten, Dörfern und Wäldern zurechtkommen. Ziel ist es, mehr über ihre Verbreitung zu erfahren und das Wissen über Entwicklung und Zustand der Eichhörnchen-Populationen zu verbessern.

„Mehr als 59 Meldungen mir rund 73 Tieren wurden seit Projektstart in Kaufbeuren und im Ostallgäu gemeldet. Bayernweit sind es sogar 10.400 Meldungen und rund 12.500 Tiere. Das sind hoffnungsvolle Zahlen für ein Pilotprojekt. Die Menschen haben großes Interesse an Eichhörnchen und möchten sich aktiv an ihrem Schutz beteiligen“, freut sich der Vorsitzende.

Die Teilnahme am Projekt ist ganz einfach: Jeder kann mitmachen und Eichhörnchen-Forscher werden. Freiwillige melden dem Bund Naturschutz, wann und wo sie Eichhörnchen gesehen haben – schnell und einfach über die Homepage des Vereins unter www.bund-naturschutz.de oder mit der App „Eichhörnchen in Bayern“, die es für Android und iOS Betriebssysteme kostenfrei zum Download gibt.

Hilfe für die kleinen Nager ist erwünscht. Alte Bäume bieten, besonders wenn Totholz vorhanden ist, auch für viele andere Tiere gute Lebensbedingungen. Ansonsten reichen oft schon ein paar Handgriffe, um den Baumkletterern zu helfen und den eigenen Garten „hörnchenfreundlich“ zu gestalten. „Pflanzen Sie nuss- und fruchttragende Gehölze, wie Haselnuss, Walnuss oder Buchen, Kastanien und Obstbäume. So können sich die Nager mit genügend Vorräten eindecken“, rät Kreuzer. Regentonnen können zur Todesfalle werden, da sollte unbedingt ein Deckel oder ein stabiles Drahtnetz drauf. Als Tränke ist eine flache Schale mit Wasser gut geeignet – die nehmen auch Vögel gerne an.

kb

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