Bauvorhaben in Hirschzell findet Akzeptanz der Bürger

Alles im Lot

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Geänderte Pläne: Deutlich zeigen sich die Unterschiede zwischen der ehemaligen und der jetzigen Planung für die drei Wohnhäuser (oben alt/unten neu).

Kaufbeuren – Die Wogen um ein geplantes Bauvorhaben im Kaufbeurer Stadtteil Hirschzell sind geglättet.

In der jüngsten Bürgerversammlung stellte Oberbürgermeister Stefan Bosse die geänderten Pläne eines Bauträgers für drei Wohnhäuser vor. Diese fanden nunmehr das Einverständnis der rund 250 Besucher im Schneiderstadl. Kernstück ist der Bau einer Tiefgarage, mit der jetzt insgesamt fast 50 Stellplätze für die 23 Wohneinheiten zur Verfügung stehen. 

Die Dorfbewohner hatten vor vier Wochen in einer Versammlung mit erheblichem Widerstand gegen die geplante und aus drei Blöcken bestehende Wohnbebauung interveniert und Bedenken angemeldet (wir berichteten). Insbesondere war befürchtet worden, dass die anfangs vorgesehenen 30 Stellplätze für Fahrzeuge nicht ausreichten und starke Beeinträchtigungen im Straßenverkehr zur Folge hätten. Wie der OB erläuterte, habe es weitere Gespräche mit Bauunternehmer Johann Paul als Eigentümer sowie der Sparkasse Kaufbeuren gegeben. Letztere hatte ihr grundsätzliches Interesse als möglicher Investor bei zwei Wohngebäuden bekundet. Bei den neuen Plänen handele es sich laut Bosse um ein „außerordentliches Entgegenkommen der Sparkasse“, die bereit sei, „den eingeschlagenen Weg zu gehen“. 

Neue Pläne 

Stadtplaner Manfred Pfefferle präsentierte das geänderte Bauvorhaben (siehe Grafik), welches nach dessen Worten Kostenerhöhungen „im mittleren sechsstelligen Bereich“ verursache. Veränderungen ergeben sich durch die Anordnungen der zehn Garagen an der Westseite mit dem dazugehörenden, ebenfalls geänderten Haus und durch eine Tiefgarage mit 32 Stellplätzen im Bereich der anderen beiden Häuser. Eine eingehauste Zufahrt im Osten mündet dann auf den Heriloring. Mit weiteren Parkflächen im Norden des Grundstücks stehen dann 49 Stellplätze zur Verfügung. Dorfbewohner Herbert Pelzl zeigte sich erfreut. „Diese Lösung können wir mitgehen“, sagte er, „wir erkennen das Entgegenkommen der Sparkasse an.“ Auch Sparkassenvorstand Tobias Streifinger zeigte sich auf Nachfrage des Kreisboten zufrieden: „Dies ist ein guter Kompromiss für alle Beteiligten.“ Der OB kündigte an, das Vorhaben in der vorgestellten Form dem Bauausschuss vorzulegen.

Von Wolfgang Becker

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